Martin Romualdez kritisiert Fairness der Ermittlungen durch den Ombudsman
EditEin ehemaliger Sprecher des Repräsentantenhauses und Abgeordneter für Leyte, Martin Romualdez, hat die Unparteilichkeit der Ermittlungen des Ombudsmanns gegen ihn öffentlich infrage gestellt. Die Antikorruptionsbehörde verwendet Aussagen von Zeugen, deren Glaubwürdigkeit bereits von Behörden angezweifelt worden ist.
Romualdez forderte eine Gleichbehandlung vor dem Gesetz und bemängelte, dass der Ombudsman Zeugenaussagen gewichte, die sowohl von der DOJ bereits als unglaubwürdig eingestuft worden seien. Ohne Namen zu nennen, bezog er sich dabei auf Personen, gegen die bereits Verfahren wegen Verleumdung im Internet (Cyberlibel) und Meineid vorliegen.
Der Fall betrifft unter anderem 18 ehemalige Leibwächter von Zaldy Co, dem ehemaligen Vorsitzenden des Haushaltsausschusses und Abgeordneten der Ako Bicol Party-list. Der stellvertretende Ombudsman Mico Clavano reagierte auf die Vorwürfe und erklärte, dass die Behörde sicherstelle, dass Zeugen und die dazugehörigen Dokumente belastbar seien.
Zwar weise das gemeinsame Affidavit der 18 ehemaligen Leibwächter erhebliche Glaubwürdigkeitsprobleme auf, da es unmöglich sei, dass 18 Personen in einem Dokument exakt dieselben Details schildern. Bei den jedoch einzeln abgegebenen eidesstattlichen Versicherungen hätten die Ermittler klare und konsistente Angaben zu Bargeldlieferungen von Zaldy Co an Martin Romualdez festgestellt. Zudem verfüge das Büro des Ombudsmanns über unabhängige Beweise, die diese Aussagen stützen.
Gegen Romualdez liegen Vorwürfe wegen Plünderung, Geldwäsche und direkter Bestechung vor. Der Ombudsman Jesus Crispin Remulla hat ihn aufgefordert, eine Gegendarstellung (Counter-Affidavit) einzureichen. Laut Clavano werden alle Parteien in Kürze ihre Stellungnahmen abgeben, woraufhin die Staatsanwaltschaft entscheiden wird, ob die Vorwürfe vor Gericht gebracht werden.



