Gesellschaft – Landesweit

Marcos unterzeichnet Gesetz zur Förderung abgelegener Schulen

Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat das Gesetz „Last Mile and Gida Schools Act“ unterzeichnet, um die staatliche Unterstützung für öffentliche Grundschulen in geografisch isolierten, GIDA und anderen unterversorgten Gemeinden gesetzlich zu verankern. Das Gesetz mit der Bezeichnung Republic Act 12321 tritt nach der Veröffentlichung im Official Gazette 15 Tage später, voraussichtlich am 6. August, in Kraft.

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Symbolbild: Envato

Die Neuregelung richtet sich an sogenannte „Last Mile“- und „Gida“-Schulen. Diese befinden sich in entlegenen oder schwer erreichbaren Regionen, in denen der Zugang zu sicherer und qualitativ hochwertiger Bildung durch mangelnde Infrastruktur, fehlende Ressourcen, Personalmangel sowie soziale oder ökologische Bedingungen stark eingeschränkt ist. Eine Schule kann zudem als Gida-Schule eingestuft werden, wenn sie Gemeinschaften dient, die von Konflikten, Unsicherheit oder Naturkatastrophen betroffen sind. Auch Schulen, an denen mehr als 75 Prozent der Lernenden Angehörige indigener Völker sind, können unter die Regelung fallen.

Nach Angaben der Second Congressional Commission on Education (Edcom 2) gab es vor der Verabschiedung des Gesetzes landesweit etwa 9.000 solcher „Last Mile“-Schulen, die rund 2,5 Millionen Lernende betreuen. Davon befinden sich die Hälfte der Schulen in der Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao.

Das Gesetz legt konkrete Anforderungen an die Erreichbarkeit und Infrastruktur fest. Schulen sollen innerhalb eines Umkreises von drei Kilometern zu den Wohnorten der Schüler errichtet werden, wobei der Zugang zu Fuß oder durch öffentlichen Nahverkehr gewährleistet sein muss. Das DPWH wurde damit beauftragt, Zufahrtsstraßen zu diesen Schulen zu bauen. Für die Versorgung mit Strom und Internet sind das Energieministerium, die National Electrification Administration sowie das Ministerium für Informationstechnologie und Kommunikation zuständig.

Zusätzlich sieht das Gesetz eine umfassende Unterstützung für Lehrkräfte und das nicht-pädagogische Personal vor, das an diesen Standorten arbeitet. Das DepEd muss innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten eine nationale Karte der Last Mile- und Gida-Schulen erstellen, die als Grundlage für die Ressourcenplanung dient. Diese Karte soll alle drei Jahre aktualisiert werden. Zudem müssen Schulgebäude den Standards des DepEd entsprechen, um sicher, wetterfest und an die jeweiligen geografischen und kulturellen Bedingungen angepasst zu sein.