Politik

Marcos und US-Außenminister Rubio stärken Zusammenarbeit zwischen den Philippinen und den USA

Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. und der US-Außenminister Marco Rubio haben sich am Mittwoch darauf geeinigt, die Zusammenarbeit zwischen den Philippinen und den Vereinigten Staaten in verschiedenen Interessengebieten weiter zu intensivieren. Ziel ist es, gemeinsam effektiv auf aktuelle und neu entstehende Herausforderungen zu reagieren. Dies wurde im Rahmen eines Höflichkeitsbesuchs von Rubio im Malacañang-Palast vereinbart.

20260722-PBBM-Rubio-01
Bild: PIA - 20260722-PBBM-Rubio-01

Der US-Außenminister befindet sich in Manila, ASEAN und den damit verbundenen Sitzungen teilzunehmen. Bei der Begrüßung drückte Präsident Marcos seine Freude darüber aus, dass Rubio die Gelegenheit nutzt, sich mit anderen Außenministern auszutauschen, insbesondere im Kontext der ASEAN-Treffen. Marcos äußerte sich zudem überrascht darüber, dass der US-Minister trotz seines engen Zeitplans Zeit für einen Besuch auf den Philippinen fand.

Als zentrale Bereiche der künftigen Kooperation nannte der philippinische Präsident gemeinsame Anstrengungen zur Bewältigung der Folgen des Konflikts im Nahen Osten, den Umgang mit neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI) sowie Verteidigungs-, Sicherheits- und Wirtschaftszusammenarbeit. Zudem betonten beide Seiten, dass die langjährigen Beziehungen als Basis dienen können, um Frieden und Stabilität im Indopazifik zu sichern, die Handels- und Geschäftskooperation zu fördern und die Katastrophenhilfe zu verbessern.

Rubio bedankte sich für den Empfang und sprach Präsident Marcos seine Anerkennung für die Ausrichtung des ASEAN-Gipfels 2026 aus, der eine wichtige Plattform für die regionale Interaktion biete. Es war die erste Reise Rubios in die Philippinen in seiner Funktion als US-Außenminister. Er unterstrich, dass die Philippinen eine tiefe, über viele Jahre gewachsene Verbindung zu den USA unterhalten. Angesichts jüngster Ereignisse sei diese wachsende Partnerschaft wichtiger denn je, weshalb man die Beziehung und das Engagement der USA festigen wolle.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern wurden am 4. Juli 1946 offiziell aufgenommen, womit in diesem Jahr das 80-jährige Bestehen gefeiert wird. Die USA sind der älteste und einzige Vertragspartner der Philippinen. Die Verteidigungs- und Sicherheitszusammenarbeit bildet eine tragende Säule der bilateralen Beziehungen und wird unter anderem durch den Mutual Defense Treaty (MDT), das Visiting Forces Agreement (VEA) und das EDCA geregelt.

Auf regionaler Ebene ist die USA seit 1977 ein Dialogpartner der ASEAN und seit 2022 ein umfassender strategischer Partner. Auch wirtschaftlich spielen die USA eine bedeutende Rolle: Stand 2025 sind sie der drittgrößte Handelspartner der Philippinen, der wichtigste Exportmarkt sowie der fünftgrößte Lieferant für Importe. FDI und ODA. Im Jahr 2025 erreichten die Netto-Direktinvestitionen aus den USA 183,99 Millionen US-Dollar, während sie im Jahr 2023 mit 615,97 Millionen US-Dollar die wichtigste Quelle für ODA-Zuschüsse der Philippinen darstellten.

Quellen