Politik

Marcos trifft chinesischen Botschafter nach Vorfall am Ayungin-Riff

Nach einem gewaltsamen Zwischenfall im Südchinesischen Meer hat der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. den chinesischen Botschafter Jing Quan zu einem Gespräch in den Malacañang-Palast einbestellt. Das Treffen am Dienstag stand im Zeichen der nationalen Sicherheit und der jüngsten Spannungen am Ayungin-Riff (Second Thomas Shoal).

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Auslöser der diplomatischen Annäherung war ein Vorfall am Montag, bei dem die chinesische Küstenwache gegen philippinische Marinepersonal vorging. AFP wurde ein Matrose der Marine mit einem Holzstab am Kopf getroffen, was zu Verletzungen führte. Zudem wurde ein Schlauchboot der philippinischen Seite beschädigt. Die philippinische Seite berichtete zudem, dass ein chinesisches Festrumpfschlauchboot mit acht Besatzungsmitgliedern die BRP Sierra Madre umkreist und Aufnahmen von dem dort stationierten Schiff gemacht habe.

Während Manila die Handlungen Chinas als aggressiv und gewalttätig bezeichnet, weist Peking die Verantwortung für die Konfrontation zurück und macht die Philippinen für die Provokation verantwortlich. Das DND kritisierte das Verhalten der chinesischen Küstenwache scharf und sprach von einem Muster aus provokativem und feindseligem Verhalten, das das Vertrauen in China untergrabe.

Botschafter Jing Quan beschrieb das Gespräch mit Präsident Marcos als konstruktiv. Er betonte, dass es sich nicht um einen diplomatischen Protest oder eine formelle Beschwerde gehandelt habe, bei der man sich gegenseitig Vorwürfe gemacht oder scharfe Worte ausgetauscht hätte. Beide Seiten einigten sich darauf, Teile der privaten Diskussion, die nur von wenigen Personen besucht wurde, vertraulich zu behandeln.

Präsident Marcos unterstrich in einer Rede bei einem militärischen Kommandowechsel am Dienstag, dass die Philippinen zwar stets nach Frieden streben und sich an das Völkerrecht halten, jedoch niemals ihre Souveränität oder nationale Würde preisgeben würden. Er betonte, dass das Land Kooperation suche, aber keine Kompromisse bei seinen nationalen Rechten eingehe.

Das Treffen fand unter Anwesenheit des Exekutivsekretärs Ralph Recto statt. Die philippinische Regierung erklärte, dass die Marineangehörigen lediglich ihre Pflichten im Einklang mit den nationalen Gesetzen und Rechten wahrgenommen hätten. Die AFP kündigte an, ihre Präsenz und die Versorgungsoperationen am Ayungin-Riff trotz der Aggressionen fortzusetzen.

Quellen

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