Marcos stärkt ASEAN-Zusammenarbeit für Ernährung- und Energiesicherheit
EditPräsident Ferdinand R. Marcos Jr. hat in seiner fünften Ansprache an die Nation (State of the Nation Address) im Batasang Pambansa in Quezon City betont, dass die diesjährige Führung der Philippinen innerhalb der ASEAN zu konkreten Fortschritten bei der Ernährung- und Energiesicherheit geführt hat. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern konnte das Land die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts im Nahen Osten besser bewältigen.
Ein wesentliches Ergebnis der philippinischen Vorsitzführung ist das ASEAN Plus Three Emergency Rice Reserve System. Dieses System soll im Falle von Engpässen in der heimischen Produktion eine Notfallversorgung mit Reis für die Philippinen garantieren, so der Präsident. Zudem wurde das Rahmenabkommen zur Energiesicherheit (Framework Agreement on Petroleum Security) ratifiziert, welches die gemeinsame Bevorratung von Energieressourcen durch die Mitgliedstaaten vorsieht.
Marcos erklärte, dass ein geeintes ASEAN und dessen erweitertes Netzwerk die Widerstandsfähigkeit der Region und der einzelnen Nationen gegenüber disruptiven Ereignissen gestärkt hätten. In diesem Zusammenhang verwies er auf die kürzlich abgeschlossene Vernetzung der Stromnetze von Luzon, Visayas und Mindanao. Diese Maßnahme verbessere die Position der Philippinen, sich mit Nachbarländern zu verbinden und die Umsetzung des geplanten ASEAN Power Grid voranzutreiben.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Wirtschaft. Das ASEAN Digital Economy Framework soll digitale Regeln harmonisieren und grenzüberschreitende Transaktionen ermöglichen. Dies könne das Wachstum des lokalen Technologiesektors beschleunigen und Bereiche wie Fintech, digitales Banking sowie die finanzielle Inklusion von Kleinunternehmen unterstützen.
Im Bereich des Handels verfüge die Philippinen derzeit über 23 Freihandelsabkommen, die entweder bereits in Kraft sind oder aktiv verhandelt werden. Marcos bezeichnete dies als das umfassendste und aktivste Netzwerk internationaler Handelsbeziehungen in der Geschichte des Landes. Er hob das Regional Comprehensive Economic Partnership als transformatives Abkommen hervor und kündigte an, dass die Regierung ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnen werde.
Hinsichtlich der Exportwirtschaft betonte der Präsident, dass philippinische Exporteure wettbewerbsfähig bleiben. Dies gelte sowohl für die Lieferung kritischer Komponenten an große Technologieunternehmen als auch für heimische Agrarprodukte wie Ube, Kokosnüsse, Bananen und andere tropische Früchte. Zudem würden neue Märkte für Produkte wie Enoki-Pilze erschlossen.
Abschließend verknüpfte Marcos die regionalen Bemühungen mit der Reaktion auf den Krieg im Nahen Osten, der die Ölversorgung beeinträchtigt und im Laufe des Jahres philippinische Arbeitskräfte vertrieben habe. Die Einheit der ASEAN habe den Mitgliedstaaten geholfen, die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise gemeinsam zu bewältigen. Er rief die ASEAN dazu auf, die regionalen Bindungen weiter zu stärken, was er als eine Form des internationalen „Bayanihan“-Geistes für Südostasien beschrieb. Zudem bekräftigte er den Appell des Blocks für ein Ende gewaltsamer Konflikte in der Region und weltweit.



