Marcos setzt auf neues Gesetz zur Beschleunigung von Infrastrukturprojekten
EditEin wichtiger Schritt zur Beschleunigung von Infrastrukturprojekten in den Philippinen könnte der neue „ARROW Act“ sein. Das Gesetz soll den Erwerb von Wegerechten für große Vorhaben beschleunigen und damit eines der größten Hindernisse für staatliche Bauprojekte beseitigen. Präsident Ferdinand Marcos Jr. hob in seiner fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA) die Bedeutung dieses Gesetzes hervor.
Das Gesetz, offiziell Republic Act No. 12289 oder „Accelerated and Reformed Right-of-Way (ARROW) Act“ genannt, wurde am 12. September 2025 unterzeichnet. Es dient dazu, den Erwerb privater Grundstücke für staatliche Projekte durch eine Änderung des bestehenden Rechtsrahmens (Republic Act No. 10752) zu vereinfachen. Beispiele für erfolgreiche Projekte sind bereits sichtbar: Das erste Segment des CBRT ist bereits in Betrieb, und ein weiteres Projekt in Ilocos Norte soll im kommenden Jahr eingeweiht werden.
Trotz dieser Fortschritte sieht sich das CBRT-Projekt in Cebu City jedoch weiterhin mit erheblichen Verzögerungen konfrontiert. Laut Bürgermeister Nestor Archival ist die Landbeschaffung das Hauptproblem für den Bau des Verkehrssystems. Obwohl die nationale Regierung bereits Mittel für den Erwerb von Wegerechten bereitgestellt hat, insbesondere für den wichtigen Korridor entlang der F. Vestil, stockt die Auszahlung an die betroffenen Grundstückseigentümer.
Die Verzögerung hat mehrere Gründe: Viele Dokumente trugen noch die Namen der vorherigen Stadtverwaltung, und die Stadtverwaltung von Cebu muss diese Unterlagen nun unter der aktuellen Führung aktualisieren, bevor Zahlungen geleistet werden können. Zudem verweigern einige der 55 betroffenen Eigentümer den Verkauf ihres Landes, was Enteignungsverfahren erforderlich macht und den Prozess weiter verlängert.
Um den Prozess zu beschleunigen, mahnte Archival das Verkehrsministerium (Department of Transportation, DOTr) und die technischen Teams der Stadt, die Prozesse zu beschleunigen. Sollte die Stadt nicht mindestens 70 Prozent der bereits bereitgestellten Mittel für Entschädigungen nutzen, drohe der Ausbleib der restlichen staatlichen Finanzierung. Falls Verhandlungen mit den Landbesitzern scheitern, werde die Stadt konsequent auf Enteignungen setzen.


