Marcos setzt auf 60 Milliarden Pesos zur Abfederung der Folgen des Nahost-Konflikts
EditPräsident Ferdinand Marcos Jr. hat in seiner fünften Lagebericht-Rede (State of the Nation Address, SONA) am 27. Juli 2026 dargelegt, wie die philippinische Regierung die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten abmildern will. Bis zum Ende des Jahres sollen mehr als 60 Milliarden Pesos bereitgestellt werden, um betroffene Sektoren zu unterstützen, die Preise zu stabilisieren und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu schützen.
Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist der nationale Energie-Notstand, den die Regierung ausgerufen hat, nachdem die Krise die globalen Ölmärkte destabilisiert hatte. Um die Versorgung zu sichern, hat das Land seine Ölimportquellen diversifiziert. Nach der Schließung der Straße von Hormuz, einer kritischen Route für den weltweiten Energiehandel, wurden Lieferungen aus Japan, Südkorea, Oman, Indien, Russland und China gesichert. Damit konnte ein Treibstoffvorrat für fast zwei Monate aufgebaut werden.
Um plötzliche Preissprünge zu vermeiden, koordinierte die Regierung mit den Ölunternehmen schrittweise Preisanpassungen und ordnete Preisrücknahmen an, sobald es die globalen Bedingungen erlaubten. LPG und Kerosin für drei Monate ausgesetzt. Gegen mutmaßliche Wucherer, die die Energiesituation ausnutzten, wurden rechtliche Schritte eingeleitet. Auch bei den Preisen für importierten Reis wurden die Steigerungen begrenzt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Unterstützung philippinischer Arbeitskräfte im Ausland. Laut Präsident Marcos wurden bereits mehr als 12.000 Staatsbürger sicher nach Hause repatriiert. Über 140.000 Arbeitsmigranten erhielten während der Krise Nahrungsmittel, finanzielle Hilfe, medizinische Versorgung und vorübergehende Unterkünfte. Rückkehrern wurde durch Programme wie den Aksyon Fund oder das Owwa-Kabuhayan-Programm Hilfe zur Existenzsicherung angeboten. Lehrer, die aus dem Ausland zurückkehrten, sollen zudem in das öffentliche Schulsystem integriert werden.
Um Arbeitsplatzverluste landesweit entgegenzuwirken, wurden zahlreiche Jobmessen durchgeführt. Allein am Labor Day fanden fast 100 dieser Veranstaltungen statt, die rund 300.000 Stellen ausschrieben. Dabei konnten über 6.000 Bewerber direkt eingestellt werden. Darüber hinaus erhielten mehr als 100.DOLE oder dem Tupad-Programm.













