Wirtschaft: Landesweit

Marcos präsentiert Maßnahmen gegen steigende Ölpreise im Transportsektor

In seiner fünften Ansprache an die Nation (State of the Nation Address, SONA) vor dem Kongress im Batasang Pambansa hat Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. die Hilfsprogramme der Regierung für den Transportsektor hervorgehoben. Ziel dieser Maßnahmen sei es, die Auswirkungen der hohen globalen Ölpreise abzufedern, die durch die Krise im Nahen Osten verursacht wurden.

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Der Präsident erklärte, dass der Transportsektor von den steigenden Kraftstoffpreisen besonders hart getroffen wurde. Dies betreffe Fahrer, Betreiber, Fahrgäste, Arbeiter und Unternehmen gleichermaßen. Da der Sektor als „Kolben der Wirtschaft“ fungiere, dürfe er nicht zum Stillstand kommen oder behindert werden, betonte Marcos.

Zu den umgesetzten Maßnahmen gehört die finanzielle Unterstützung für Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel durch das Programm „Assistance to Individuals in Crisis Situation“ (AICS). Laut dem Präsidenten haben bereits mehr als 1,8 Millionen Fahrer im öffentlichen Nahverkehr finanzielle Hilfe über AICS erhalten. Zudem wurde ein Diesel-Subventionsprogramm eingeführt, das für öffentliche Jeepneys und UV-Express-Fahrzeuge eine Entlastung von 10 Pesos pro Liter vorsieht.

Um die Fahrgäste zu entlasten, hat die Regierung den kostenlosen Fahrdienst „Libreng Sakay“ gestartet, bei dem verschiedene Regierungsbehörden ihre Fahrzeuge einsetzen, um den öffentlichen Nahverkehr zu ergänzen. Zudem wurde das „Service Contracting Program“ für öffentliche Busse und Jeepneys wiederbelebt. Dieses Programm ermöglicht es qualifizierten Betreibern und Fahrern, zusätzliche Einnahmen basierend auf der zurückgelegten Distanz zu erzielen.

Auch bei den Fahrpreisen gibt es Entlastungen: Regelmäßige Pendler erhalten einen Rabatt von 20 Prozent, während Studierende, Senioren und Menschen mit Behinderungen einen Gesamtrabatt von 40 Prozent genießen. In Metro Manila wird zudem ein Rabatt von 50 Prozent auf Fahrpreise der MRT-3 und LRT-2 gewährt, ergänzt durch Sonderrabatte an Sonntagen und Feiertagen.

Zusätzliche Unterstützung bietet das Programm „TUPAD Tuloy-Pasada“, das zusätzliche Existenzsicherung und Einkommensunterstützung für Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel bereitstellt. Marcos betonte, dass diese Programme Millionen von Filipinos landesweit, nicht nur in Metro Manila, spürbare Erleichterungen im Alltag verschafft hätten.

Um die Transport- und Logistikkosten zu senken, hat die Regierung verschiedene Gebühren an Flughäfen und Seehäfen vorübergehend reduziert oder erlassen. Dazu gehören Terminal-, Lande-, Start-, Hafen-, Anker-, Liege- und Lagergebühren. Konkrete Beispiele sind der vorübergehende Erlass der Terminalgebühren im Hafen von Cebu, reduzierte Servicegebühren an Flughäfen sowie die dreimonatige Aussetzung der Terminalgebühren für öffentliche Fahrzeuge an der PITX.

Im Bereich der Logistik wurden die Gebühren für landwirtschaftliche Produkte, die mit Roll-on/Roll-off-Schiffen (Ro-Ro) transportiert werden, massiv von 500 Pesos auf nur noch 1 Peso gesenkt. Zudem erhielten vom Landwirtschaftsministerium akkreditierte Lkw eine mautfreie Durchfahrt auf Autobahnen sowie allgemeine Mautnachlässe auf Schnellstraßen. Der Präsident schloss mit der Aussage, dass die Regierung alles Notwendige getan habe, um die Auswirkungen der Krise für Fahrer, Pendler, Studenten, Arbeiter und Landwirte zu lindern.