Marcos berichtet über Korruptionsbekämpfung und Milliarden-Rückforderungen
EditEin Jahr nach der Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten in Hochwasserschutzprojekten hat Präsident Ferdinand Marcos Jr. detaillierte Ergebnisse der Untersuchungen vorgelegt. In seiner jüngsten Ansprache an die Nation am 27. Juli 2026 im Batasang Pambansa Complex in Quezon City gab der Präsident bekannt, dass umfassende Ermittlungen zu rechtlichen Schritten gegen verschiedene Akteure geführt haben.
Bereits erste Anklagen wurden erhoben, die DPWH sowie Abgeordnete des Parlaments betreffen. Durch diese Maßnahmen konnten die Behörden verhindern, dass Gelder für mangelhafte, gefälschte oder fiktive Projekte ausgezahlt wurden.
Im Zuge der Korruptionsbekämpfung wurden Vermögenswerte und Gelder in Höhe von fast 25 Milliarden Pesos sichergestellt oder eingefroren. Davon wurden bereits über 800 Millionen Pesos direkt an die Staatskasse zurückgeführt. Marcos betonte, dass alle aus korrupten Machenschaften gewonnenen Mittel der Allgemeinheit wieder zur Verfügung stehen sollen.
Die strafrechtliche Verfolgung wurde dem Ombudsman sowie dem verstärkten National Prosecution Service übertragen. Parallel dazu wurden Reformen innerhalb des DPWH eingeleitet, darunter die Einstellung neuer Absolventen sowie zuverlässiger Vertragspartner, um die Integrität der Projekte zu erhöhen.
Sämtliche Bauvorhaben werden nun von der Planung über die Preisgestaltung bis hin zur Umsetzung streng kontrolliert. Um Preisabsprachen und überhöhte Kosten zu vermeiden, wird die Einhaltung von Marktpreisen für Materialien sichergestellt. Die Überwachung erfolgt über ein Transparenzportal, die sogenannte Integrity Chain sowie in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war die Reaktion auf die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Aufgrund der dortigen Konflikte habe die Regierung einen nationalen Energie-Notstand ausgerufen. Um die Auswirkungen dieser Krise abzufedern, wurden Sparmaßnahmen in staatlichen Behörden angeordnet, damit Mittel gezielter in lebensnotwendige Grundversorgungsprogramme fließen können.
Den lokalen Regierungen wurden zusätzliche Mittel in Höhe von fast 58 Milliarden Pesos bereitgestellt, um die Versorgung der Bevölkerung vor Ort zu beschleunigen. Zudem thematisierte der Präsident die Evakuierung philippinischer Arbeitskräfte aus dem Nahen Osten. Seit Beginn der dortigen Kriegshandlungen seien mehr als 12.000 philippinische Staatsbürger sicher in das Heimatland zurückgebracht worden.


