Politik: Landesweit

Marcos bekräftigt Anspruch auf Westphilippinisches Meer und fordert nationale Einheit

Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. hat die Entschlossenheit der Philippinen bekräftigt, das wegweisende Schiedsspruch-Urteil von 2016 zum Westphilippinischen Meer aufrechtzuerhalten. In seiner fünften Ansprache an die Nation (State of the Nation Address, SONA) vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses im Batasang Pambansa erklärte er am Montag, dass das Land seine souveränen Rechte durch friedliche und rechtliche Mittel verteidigen werde und sich von externen Bedrohungen nicht einschüchtern lasse.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Der Präsident verwies auf das jüngste Jubiläum des zehnjährigen Bestehens des Schiedsspruchs. Er beschrieb das Urteil als eine entscheidende UNCLOS. Das Urteil von 2016 sei ein endgültiger Maßstab für die Auslegung und Anwendung von UNCLOS. Die Regierung werde alles Notwendige unternehmen, um dieses Urteil zu verteidigen, und dabei jedes verfügbare friedliche und rechtliche Mittel gegen jeden Versuch, ob aus dem In- oder Ausland, einsetzen, das diesen Erfolg untergraben will.

Marcos betonte, dass der Schiedsspruch eine nationale Position sei, die breite internationale Unterstützung genieße, und dass die Philippinen diesen Anspruch nicht aufgeben würden. Er stellte klar, dass dies kein Anspruch sei, den das Land alleine vorantreibe, und dass man ihn keinesfalls aufgeben werde.

In seiner Rede würdigte der Regierungschef zudem die Männer und Frauen, die die Hoheitsgewässer des Landes schützen. AFP, der PCG und den philippinischen Fischern seinen Dank aus, die trotz der bestehenden Risiken in den maritimen Gebieten des Landes arbeiten und patrouillieren. Laut dem Präsidenten seien sie es, die dem Wortlaut und dem Geist des Schiedsspruchs Leben einhauchen.

Angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen rief Marcos die Filipinos dazu auf, bei der Verteidigung der Souveränität und der nationalen Interessen zusammenzustehen. Er mahnte, dass die Filipinos trotz politischer und ideologischer Differenzen eine gemeinsame Identität und Verantwortung für die Nation teilten. Er appellierte an den Patriotismus und die Einheit, wobei die Liebe zum Land über alle Unterschiede hinwegstehen müsse.

Da seine Regierung nun in die letzten zwei Jahre ihrer Amtszeit geht, forderte der Präsident die Bevölkerung auf, weiterhin gemeinsam an einer besseren Zukunft für das Land zu arbeiten. Er bezeichnete dies als eine edle Sache, die man für die Kinder und die Zukunft des Volkes tue.