Mangel an Schulen in Wohnsiedlungen verschärft Bildungsprobleme
In philippinischen Wohnsiedlungen fehlt es massiv an Bildungseinrichtungen, was die ohnehin prekäre Bildungssituation im Land weiter verschlechtert. Die zweite Kongresskommission für Bildung (EDCOM 2) kritisierte in einer Anhörung des Senats am 23. Juli 2026, dass Neubauprojekte oft ohne die notwendige Planung für Schulen realisiert werden.
DHSUD NHA, für die keine Schulgebäude vorgesehen sind. Diese Projekte umfassen mehr als 167.000 Wohneinheiten und befinden sich in den Regionen Bulacan, Rizal, Cavite, Laguna, Pampanga sowie in Metro Manila. Aktuelle Vorschriften sehen die Bereitstellung von Bildungseinrichtungen erst bei kostengünstigen Entwicklungen ab einer Größe von 1.500 Einheiten vor.
Karol Mark Yee, Exekutivdirektor der EDCOM 2, wies darauf hin, dass die bestehenden Richtlinien die kumulativen Herausforderungen ignorieren, wenn mehrere Wohnstandorte ohne entsprechende Schulen entstehen. Ein Beispiel hierfür ist Naic in der Provinz Cavite: Dort haben 48 NHA-Wohnstandorte über 12.000 Schüler hervorgebracht, die die vorhandenen Schulen nicht aufnehmen können. Zwischen dem Ende des Schuljahres 2025/2026 und dem Beginn des neuen Schuljahres im Juni gab es in der Gemeinde einen Anstieg der Einschreibungen um 5.405 Schüler. Um das angestrebte Verhältnis von 40 Schülern pro Klassenzimmer einzuhalten, benötigt die Gemeinde in Naic mindestens 135 zusätzliche Klassenzimmer.
Roderick Ibañez, Manager der NHA für die Region IV, erklärte, dass die Behörde dem Bildungsministerium (DepEd) bereits Listen mit Standorten übermittelt hat, für die Mittel für Schulgebäude benötigt werden. Die NHA benötigt schätzungsweise 2,8 Milliarden Pesos, um den Klassenzimmer-Rückstau in den Prioritätsregionen III und IV zu beheben, habe jedoch seit zwei Jahren auf die entsprechenden Budgets gewartet.
Die EDCOM 2 forderte das DepEd und das DHSUD auf, die Rollenverteilung und die Koordinationsmechanismen bei der Entwicklung von Schulstandorten zu klären. Zudem wurde dazu aufgerufen, den Bau in Gebieten mit extremer Überfüllung und Mehrschichtbetrieb zu priorisieren, da dort auch die Raten von Mobbing und Gewalt an Schulen höher seien. Während das Bildungsministerium eine Lösung versprach, könnten Mittel für Schulen in Wohnprojekten erst im Jahr 2027 bereitgestellt werden.
Die gesamte Situation findet vor dem Hintergrund eines landesweiten Rückstands von 166.000 Klassenzimmern statt. Im Rahmen des Budgets für 2026 wurden bisher über 23 Milliarden Pesos von den insgesamt 67,9 Milliarden Pesos für den Klassenzimmerbau an das DepEd freigegeben. DPWH zu verringern, werden verstärkt lokale Regierungen und öffentlich-private Partnerschaften in den Bau einbezogen.
Quellen
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