Wirtschaft

Makabayan-Abgeordnete warnen vor Strompreissteigerungen durch Pax-Silica-Projekt

Die politische Gruppe Makabayan warnt vor den Folgen der geplanten Energieinfrastruktur für die von den USA unterstützte Pax-Silica-Initiative. Nach Angaben der Abgeordneten Antonio Tinio (ACT Teachers), Sarah Jane Elago (Gabriela Women’s Party) und Renee Louise Co (Kabataan) könnte das Projekt die Strompreise in den Philippinen massiv in die Höhe treiben und die ohnehin instabile Stromversorgung des Landes zusätzlich belasten.

PBBM’s marching orders for new AFP chief_Protect sovereignty, secure nation’s future
Bild: PIA - PBBM’s marching orders for new AFP chief_Protect sovereignty, secure nation’s future

Im Zentrum der Kritik steht die geplante Economic Security Zone in New Clark City. Diese Zone soll laut den Parlamentariern einen Strombedarf von etwa 5 Gigawatt haben. Sie befürchten, dass diese enorme Nachfrage das nationale Stromnetz an seine Belastungsgrenzen führen und landesweite Stromausfälle (Rolling Blackouts) auslösen könnte. Die Abgeordneten äußerten die Sorge, dass die Stromtarife in den Philippinen durch das Vorhaben dauerhaft zu den höchsten in ganz Asien gehören könnten.

Die Warnungen erfolgen kurz nach Gesprächen zwischen Präsident Ferdinand Marcos Jr. und dem US-Außenminister Marco Rubio über die Förderung der Pax-Silica-Lieferkettenallianz. Die USA haben bereits über 100 Millionen US-Dollar an neuer Auslandshilfe für die unterstützende Infrastruktur zugesagt. Die Abgeordneten hinterfragen zudem die geplante Energiestrategie, die unter anderem eine Erdgas-Pipeline (LNG) zwischen Subic und Clark sowie Investitionen in Solarenergie und Batteriespeicher vorsieht. Sie kritisieren, dass dies eine Abhängigkeit von ausländisch kontrollierter Energieinfrastruktur schaffen und öffentliche Investitionen in ein US-geführtes Industrieprojekt umleiten würde.

Auch die Bauernorganisation Kilusang Magbubukid ng Pilipinas äußerte scharfe Kritik und bezeichnete das Projekt als Gefährdung der nationalen Souveränität sowie der Land- und Mineralressourcen. Die Makabayan-Gruppe vermutet hinter dem hohen Energiebedarf die Ansiedlung großer Rechenzentren und Produktionsstätten für US-Technologiekonzerne oder militärische Anwendungen. Sie forderten die Regierung Marcos auf, Pax Silica sowie alle damit verbundenen Infrastrukturprojekte sofort zu stoppen. Stattdessen solle eine nationale Energieprüfung durchgeführt werden, um die nachhaltige Stromkapazität zu ermitteln und die Versorgung von Schulen, Krankenhäusern und kleinen Unternehmen zu priorisieren.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.