Maguindanao: Frauen und Jugendliche fördern Gemeinschaft durch lokale Lebensmittelproduktion
In der Gemeinde Talitay in Maguindanao del Sur hat sich eine Initiative zur wirtschaftlichen und sozialen Wiederbelebung etabliert. Eine Vereinigung von etwa 50 Frauen und Jugendlichen produziert dort Bananenchips und andere verarbeitete Lebensmittel, um die lokale Gemeinschaft zu stärken.
Die Mitglieder der Gruppe, darunter die Magapas Agricultural Farm Product Association, waren zuvor durch bewaffnete Konflikte zwischen Clans sowie durch Naturkatastrophen als Binnenvertriebene (IDPs) betroffen. Die Produktion von Snacks wie Bananenchips dient nun als Symbol für die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen. Rahma Amilil, eine 40-jährige Leiterin der Magapas-Vereinigung, beschrieb das Vorhaben als eine Kraft für den gesellschaftlichen Wandel, die über ein reines Geschäft hinausgehe.
Unterstützung erhielten die Gruppen durch Hilfspakete zur Existenzsicherung und die Bereitstellung von Ausrüstung für die Heimarbeit. Finanziert wurde dies durch das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Agrarreform der Bangsamoro-Autonomen Region (Mafar) sowie durch die Ernährungs- und FAO, wobei die australische Regierung die Mittel bereitstellte. Im August 2024 präsentierte die Gruppe ihre Produkte erstmals auf der „Bai the Best“-Messe in Cotabato City.
Ähnliche Erfolge verzeichnet die Organisation Sigay Nu Mga Babay in Datu Saudi Ampatuan. Guimelan Sayutin, eine Leiterin der dortigen Frauenorganisation, berichtete, dass Programme für vertikales Gärtnern und Lebensmittelverarbeitung eine lebenswichtige Stütze für Familien darstellte, die durch Fluten und Konflikte vertrieben wurden. Durch die Verarbeitung von Rohstoffen zu Produkten wie Gewürzen oder Süßwaren könne die Gemeinschaft nun ein verlässlicheres Einkommen generieren. Zudem leistet das Arbeitsministerium der BARMM Unterstützung bei der offiziellen Registrierung dieser gemeinschaftsbasierten Organisationen.