Politik: Bulacan

Landwirte in Bulacan kritisieren Agrar-Aussagen von Präsident Marcos

In der Stadt Malolos haben Landwirte ihre Enttäuschung über die Ausführungen von Präsident Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr. zur Landwirtschaft in seiner fünften jährlichen Lagebesprechung vor dem Nationalen Kongress (State of the Nation Address, SONA) geäußert. Die Aussagen des Präsidenten seien bedeutungslos für die tatsächlichen Probleme der Bauern, so Melencio Domingo, der Vorsitzende der Landwirte aus Barangay Santor.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
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Die Landwirte in der Provinz Bulacan erleiden aufgrund der hohen Dieselpreise, die durch die Konflikte im Nahen Osten beeinflusst werden, Verluste. Zudem hat sich der Preis für Düngemittel verdoppelt. Domingo kritisierte, dass die Landwirte keine Unterstützung bei den Treibstoffkosten erhielten, wie es im Transportsektor der Fall sei. Er widersprach auch der Darstellung des Präsidenten, dass die Erträge der Landwirte gestiegen seien.

Ein weiteres Problem für die Landwirte stellt die Bewässerung dar. Aufgrund des niedrigen Wasserstands im Angat-Staudamm ist die Bewässerung erschwert, was die Bauern dazu zwingt, verstärkt Diesel einzusetzen, um Wasser für ihre Reisfelder zu pumpen. Domingo stellte zudem infrage, worauf sich die Daten des Präsidenten bezüglich neuer Reisesverarbeitungsanlagen in Bulacan stützen, da er vor Ort keine solchen Einrichtungen sehe.

Die letzte staatliche Hilfe für die Landwirte sei laut Domingo im Februar erfolgt und habe lediglich etwas mehr als 2.000 Pesos betragen. Er warf dem Präsidenten vor, die Ernährungssicherheit trotz Wahlversprechen vernachlässigt zu haben. Bei einer Bewertung der SONA auf einer Skala von bis zu zehn Punkten vergab Domingo lediglich zwei Punkte.