Wirtschaft – Pampanga
Kritik an Pax Silica: Zweifel an Nachhaltigkeit der Datenzentrum-Zone in New Clark City
In New Clark City steht das geplante Projekt Pax Silica und die Entwicklung der Datenzentrum-Zone vor der Kritik. Das Vorhaben verspricht ein Investitionsvolumen von 40 bis 70 Milliarden US-Dollar sowie die Schaffung von rund 190.000 Arbeitsplätzen, doch Experten aus der lokalen Technologiebranche äußern erhebliche Zweifel an der Umsetzung der versprochenen Nachhaltigkeitsstrategien.
Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die geplante Nutzung von Regenwasser zur Versorgung der Rechenzentren. In Tarlac fallen jährlich etwa 1.900 mm Regen, doch die Verteilung ist extrem ungleichmäßig. Während im Juli mit 361 mm viel Niederschlag fällt, sinkt die Menge im Januar auf lediglich 25 mm. Dies stellt ein Problem dar, da der Wasserbedarf der Rechenzentren gerade in der Trockenzeit zwischen April und Mai am höchsten ist.
Schätzungen zufolge könnten selbst bei der Auffangung des gesamten Regenwassers auf einer Fläche von 4.000 Acres nur etwa 12 % des Bedarfs eines einzelnen Rechenzentrums gedeckt werden. Für eine ausreichende Speicherung während der Trockenperioden wären riesige Reservoirs nötig. Darüber hinaus wird auch die geplante Nutzung von Solarenergie als unzureichend bewertet, da Rechenzentren einen 24-Stunden-Betrieb aufweisen und Solarstrom allein die Last nicht tragen kann.
Um den geschätzten Bedarf von 3 Gigawatt vollständig mit Sonnenenergie zu decken, wäre eine Solarfarm erforderlich, die fünfmal so groß wie die derzeit größte Anlage der Welt, MTerra in Central Luzon, und elfmal so groß wie die gesamte Zone selbst wäre. Zudem müssten Batterien eingesetzt werden, die achtmal größer als die weltweit größten Kapazitäten seien. Es wird die Sorge geäußert, dass die fehlende Eigenversorgung durch Regenwasser und Solarstrom die öffentliche Infrastruktur belasten könnte.
Sollten die Zentren auf das allgemeine Stromnetz und die Wasserversorgung zurückgreifen müssen, könnten dies Auswirkungen auf die Preise und die Verfügbarkeit für Haushalte, Landwirtschaft und die Industrie haben. Insbesondere die Versorgung der Region, die als wichtigstes Reiskornkammer des Landes gilt, könnte betroffen sein. Experten fordern daher mehr Transparenz darüber, woher die Ressourcen tatsächlich stammen und wer die Kosten bei Engpässen trägt.