Kritik an Erweiterung des Solarparks in Olongapo: Umweltschutz und Rechte der Aeta gefährdet
Die geplante Erweiterung des Solarparks in Olongapo City sorgt für massiven Widerstand bei Experten und lokalen Gemeinschaften. Eine Untersuchung durch eine Gruppe aus Wissenschaftlern, Ingenieuren, kirchlichen Vertretern und Aktivisten warnt vor weitreichenden Folgen für die Artenvielfalt, die Wasserressourcen und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung.
Die Ergebnisse der dreitägigen Umweltuntersuchung (Environmental Investigative Mission, EIM), die Ende Mai in den Barangays Santa Rita, New Cabalan, Old Cabalan und Gordon Heights stattfand, wurden am Dienstag veröffentlicht. Die Experten befürchten, dass die zweite Phase des Solarparks den Baumbestand im Olongapo Watershed Forest Reserve erheblich reduzieren könnte. Dies könnte nicht nur die lokale Biodiversität, darunter wichtige Vogelarten, beeinträchtigen, sondern auch die Bodenstabilität gefährden und die Wasserversorgung beeinträchtigen. Laut dem Ingenieur Julius Roa von der Organisation PROPEL besteht zudem das Risiko, dass es bei starken Regenfällen in den tiefer gelegenen Gebieten zu Überschwemmungen kommen könnte.
Neben ökologischen Bedenken stehen soziale Fragen im Mittelpunkt. Bewohner berichteten von einem Verlust an landwirtschaftlichen Flächen und traditionellen Erwerbsquellen, was die wirtschaftliche Lage der betroffenen Gemeinden verschärft habe. Zudem NCIP vor, die Rechte der Aeta-Gemeinschaften verletzt zu haben. Konkret wird kritisiert, dass die erforderlichen Konsultationsprozesse für eine freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC) nicht ordnungsgemäß eingehalten wurden.
Funa-ay Claver, Generalsekretärin von KATRIBU, kritisierte das Projekt scharf und erklärte, dass Projekte für erneuerbare Energien nicht automatisch vorteilhaft für marginalisierte Gruppen seien, wenn sie unter denselben Rahmenbedingungen wie traditionelle extraktive Industrien operieren. Während einer Versammlung äußerten auch Bewohner aus Nueva Ecija ähnliche Bedenken gegenüber dem MTerra-Solarprojekt von Meralco Power Gen Corp. Sie sahen darin ein Muster bei groß angelegten Erneuerbare-Energien-Projekten, die ohne echte Einbindung der betroffenen Gemeinschaften vorangetrieben werden.