Kriminalitätsrate in Western Visayas sinkt deutlich
EditIn der Region Western Visayas ist die Zahl der registrierten Fokusdelikte in den letzten drei Monaten spürbar zurückgegangen. Daten des regionalen Polizeibüros 6 (PRO-6) zeigen, dass die Kriminalität zwischen dem 22. Mai und dem 22. August 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 23 Prozent gesunken ist.
Insgesamt verzeichnete das PNP überwachten Fokusdelikte. Dies entspricht einem Rückgang von 114 Fällen bzw. 22,85 Prozent gegenüber den 499 registrierten Vorfällen im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Den massivsten Rückgang verzeichneten dabei Vergewaltigungsdelikte, die um 55,56 Prozent sanken, von 126 Fällen im Vorjahr auf 56 Fälle in diesem Jahr.
Auch bei weiteren Delikten gingen die Zahlen zurück: Die Mordrate sank um 21,21 Prozent (von 33 auf 26 Fälle), während Raubüberfälle um 18 Prozent (von 50 auf 41 Fälle) zurückgingen. Diebstahl blieb zwar das am häufigsten gemeldete Verbrechen unter den Fokusdelikten, verzeichnete jedoch einen Rückgang von 10 Prozent (von 150 auf 135 Fälle). Bei Fällen von Körperverletzung war der Rückgang mit 4,12 Prozent (von 97 auf 93 Fälle) weniger ausgeprägt. Separate Statistiken für Tötungsdelikte sowie den Diebstahl von Kraftfahrzeugen und Motorrädern wurden vom PRO-6 nicht bereitgestellt, obwohl diese Delikte ebenfalls zur Überwachung durch die PNP gehören.
Brigadegeneral Randulf T. Tuaño, der Regionaldirektor des PRO-6, wertete die Entwicklung als positives Zeichen für die Wirksamkeit der polizeilichen Maßnahmen. Er mahnte die Polizeieinheiten jedoch zur Vorsicht und warnte davor, sich auf den aktuellen Erfolgen auszuruhen. Um den Trend fortzusetzen, wolle die Polizei die Sichtbarkeit in den Gemeinden erhöhen, den Anliegen der Bevölkerung zuhören und dort reagieren, wo es am dringendsten ist.
Das PRO-6 begründet den Rückgang der Kriminalität mit einer verstärkten Polizeipräsenz, präventiven Maßnahmen, einer datengestützten Strafverfolgung sowie einer engeren Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinschaften. Tuaño betonte abschließend, dass die Aufrechterhaltung von Frieden und Ordnung nicht allein die Aufgabe der Polizei sei, sondern eine kontinuierliche Kooperation zwischen den Strafverfolgungsbehörden und der Öffentlichkeit erfordere. Der betrachtete Zeitraum von Mai bis August wurde gewählt, um ein breiteres Bild der Kriminalitätstrends zu zeichnen und den Einfluss einzelner Tage mit ungewöhnlich niedriger Aktivität zu minimieren.




