Philippinische Einzelhändler reagieren auf Inflation und schwachen Peso
EditDie wirtschaftliche Lage in den Philippinen ist angespannt: Das Land verzeichnet nach einem Korruptionsskandal und den durch den Iran-Krieg getriebenen Preisen das zweitschwächste Wachstum und die höchste Inflationsrate unter den Volkswirtschaften Südostasiens. Zudem belastet der Peso, der in diesem Jahr die drittschlechteste Performance unter den asiatischen Währungen aufweist, die Importkosten erheblich.
Um den steigenden Kosten entgegenzuwirken, passen philippinische Unternehmen ihre Strategien an. Angesichts der hohen Inflation und des schwachen Pesos setzen Einzelhändler und Lebensmittelproduzenten auf Maßnahmen wie den Austausch von Zutaten, eine kontrollierte Staffelung von Preiserhöhungen oder eine Anpassung ihrer Expansionspläne, um Kunden trotz sinkender Kaufkraft nicht zu verlieren.
Juan Paolo Colet, Managing Director bei China Bank Capital, erklärte, dass Veränderungen im Konsumverhalten sowie höhere Kreditkosten bestimmte Sektoren wie Immobilien, Telekommunikation, Bankwesen und den Bereich der diskretionären Konsumgüter unter Druck setzen. Sollte das Wachstum schwach bleiben und die Inflation hoch bleiben, könnten sich der Umsatzdruck im Laufe des Jahres intensivieren. Unternehmen müssten daher ihre betriebliche Effizienz steigern.
In der Praxis reagieren verschiedene Branchen unterschiedlich. Während Telekommunikationsunternehmen verstärkt auf Prepaid-Tarife setzen, um den Konsum zu stützen, bremsen Gastronomiebetriebe ihre Expansion. Ein Beispiel ist Shakey’s Pizza Asia Ventures: Das Unternehmen meldete für das erste Halbjahr einen Gewinnrückgang um ein Drittel. Aufgrund der Inflation und steigender Kraftstoffpreise, die die Ausgaben für nicht lebensnotwendige Güter dämpfen, verlangsamt der Restaurantbetreiber sein Wachstum, investiert selektiver und strukturiert seine Peri-Peri-Hähnchenkette um.





