Landesweite Sicherheitsübungen an Schulen nach Gewaltvorfällen angekündigt
EditAm 25. August sollen auf den Philippinen landesweit gleichzeitige Sicherheitsübungen an Schulen durchgeführt werden, um auf Szenarien mit aktiven Angreifern vorbereitet zu sein. Diese Maßnahme folgt auf eine Anordnung des Bildungsministeriums (Department of Education, DepEd), die am 12. August per Memorandum erlassen wurde. Die Anweisung richtet sich an Regionaldirektoren, Schulleiter sowie die Verantwortlichen aller öffentlichen und privaten Grund- und Sekundarschulen.
Grund für diese Entscheidung ist eine Serie von Gewaltvorfällen an Bildungseinrichtungen, die seit Juni dieses Jahres in verschiedenen Teilen des Landes verzeichnet wurden. Carmelo „Pogi“ Lazatin Jr., Abgeordneter für den ersten Distrikt von Pampanga, sprach seine volle Unterstützung für die Initiative aus. Er bezeichnete die wiederkehrenden Vorfälle an Schulen als besorgniserregend und sah in den landesweiten Übungen einen entscheidenden Schritt zur Bewältigung der Situation.
Lazatin verwies in diesem Zusammenhang auf internationale Beispiele, wie etwa in Thailand. Dort wurden Schulen nach einem tödlichen Schusswaffengebrauch am 7. August dazu verpflichtet, Sicherheitspläne zu entwickeln und Notfallübungen durchzuführen. Der Abgeordnete betonte zudem, dass Schulen sowohl natürlichen Gefahren als auch vom Menschen verursachten Notlagen ausgesetzt sind, die die Sicherheit der Lernenden gefährden können. Daher müssten sowohl das Lehrpersonal als auch die Schülerinnen und Schüler mit den nötigen Kenntnissen und Fähigkeiten für Sicherheitsprotokolle in lebensbedrohlichen Situationen ausgestattet werden.
Bereits am 24. Juni hatte Lazatin die Parlamentsresolution Nr. 1150 eingebracht. Darin fordert er alle zuständigen Regierungsbehörden auf, regelmäßige Simulationsübungen für Szenarien mit aktiven Schützen oder Geiselnahmen an öffentlichen und privaten Grund- und weiterführenden Schulen sowie an Colleges und Universitäten durchzuführen. Auslöser für diese Forderung war ein Schusswaffengebrauch an der San Jose National High School in Tacloban City, bei dem drei Schüler starben.
Erfahrungen mit solchen Maßnahmen gab es bereits in der Vergangenheit unter der Leitung von Lazatin. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Angeles führte die dortige Lokalverwaltung in Zusammenarbeit mit dem DRRMO, dem Command Center und der Polizei zwischen 2022 und 2025 eine Reihe von Übungen zu Geiselnahmen und Massenschießereien an Grund- und weiterführenden Schulen sowie an Colleges und Universitäten durch.




