Gesellschaft: Guimaras

Kosten für Panay-Guimaras-Negros-Brückenprojekt steigen massiv an

Das Brückenprojekt Panay-Guimaras-Negros (PGN) erlebt eine massive Kostensteigerung. Die geschätzten Kosten sind auf 331,59 Milliarden PHP gestiegen. Vor allem Änderungen am Brückendesign, neue Anforderungen an die Fundamente sowie angepasste strukturelle Spezifikationen sind für diesen Anstieg verantwortlich.

A serene road bridge crossing over a tranquil river surrounded by lush greenery and a scenic sky.
Quelle: Denniz Futalan / Pexels

Die Kostensteigerung ist auch anhand der Einzelabschnitte erkennbar. Abschnitt A wird nun mit 108 Milliarden PHP veranschlagt, während Abschnitt B auf 267 Milliarden PHP geschätzt wird. Dies entspricht einer Differenz von etwa 107 bis 151 Milliarden PHP gegenüber den ursprünglichen Schätzungen aus der Machbarkeitsstudie. Der Projektleiter des Inselbrückenprojekts, Ingenieur Antonio Erwin Aranaz, erläuterte diese Zahlen während des Infrastructure Forum 2026 in Iloilo City.

Ein wesentlicher Grund für die Kostensteigerung liegt in der Konstruktion der Fundamente. Die ursprüngliche Planung sah Pfähle in einer Tiefe von etwa 70 Metern vor. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit, bei der in Tiefen von 100 bis 150 Metern kein harter Fels gefunden wurde, müssen die Pfähle nun bis zu 150 Meter tief reichen und in größerer Zahl eingesetzt werden. Zudem wurde das Design von Spannbeton-Trägern auf fortschrittliche Stahlträger umgestellt, die leichter sind und die strukturelle Belastung reduzieren.

Das Projekt ist in zwei Hauptabschnitte unterteilt. Abschnitt A soll Leganes in Iloilo mit Buenavista auf Guimaras verbinden und umfasst eine 13,6 Kilometer lange Strecke, darunter eine 1,4 Kilometer lange Schrägseilbrücke. Abschnitt B wird San Lorenzo auf Guimaras mit Pulupandan in Negros Occidental verbinden und umfasst 19,47 Kilometer, ebenfalls mit einer 1,4 Kilometer langen Schrägseilbrücke als zentralem Element. Der Baubeginn ist für das Jahr 2027 geplant.

DPWH sollen die Arbeiten an Abschnitt A im vierten Quartal 2027 und an Abschnitt B im ersten Quartal 2028 beginnen, sodass beide Teile gleichzeitig errichtet werden können. Die Fertigstellung von Abschnitt A wird nach etwa vier Jahren erwartet, Abschnitt B nach fünf Jahren. Das gesamte Brückensystem soll bis Mitte 2033 fertiggestellt sein. Die detaillierte technische Planung wurde im Juli 2026 abgeschlossen und wartet nun auf die endgültige behördliche Genehmigung.