Politik: Bulacan, Davao Occidental
Korruptionsskandal um Hochwasserschutz: Ermittlungen gegen Politiker und Beamte
EditEin Korruptionsskandal um Hochwasserschutzprojekte auf den Philippinen hat massive Auswirkungen: Abgeordnete, Bauunternehmer und hochrangige Beamte des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Autobahnen (Department of Public Works and Highways, DPWH) wurden angeklagt und teilweise inhaftiert. Präsident Ferdinand Marcos Jr. thematisierte diese Korruption in seiner jüngsten Rede zur Lage der Nation (State of the Nation Address 2026).
Untersuchungen von GMA News Research zeigen, dass insgesamt 45 Personen sowie zwei Bauunternehmen in 26 verschiedenen Gerichtsverfahren angeklagt wurden. Das Justizministerium gab zudem bekannt, dass bereits 841 Millionen Pesos an Bargeld von Beteiligten sichergestellt und an die Staatskasse zurückgeführt werden konnten.
Unter den Angeklagten befinden sich prominente politische Persönlichkeiten wie der Senator Jinggoy Estrada und der ehemalige Senator Bong Revilla, die derzeit inhaftiert sind. Gegen sie werden Vorwürfe wie Plünderung (Plunder) und Verstöße gegen das Gesetz gegen Korruption und unlautere Praktiken erhoben. Auch der ehemalige DPWH-Sekretär Manuel Bonoan befindet sich in Haft und sieht sich ebenfalls Vorwürfen der Plünderung gegenüber.
Neben den bereits inhaftierten Personen sind auch einige Beschuldigte auf der Flucht, darunter der ehemalige Abgeordnete Zaldy Co und mehrere Führungskräfte der Sunwest Inc., wie die Vorstandsvorsitzende Aderma Angelie D. Alcazar. Gegen den Abgeordneten James Ang von der Uswag-Ilonggo-Parteiliste wurde ein Haftbefehl erlassen, er wird unter anderem wegen 14 Verstößen gegen das Anti-Graft-Gesetz gesucht.
Die Privatwirtschaft ist ebenfalls betroffen: Vertreter der St. Timothy Construction, darunter Cezarah Rowena Discaya und Pacifico „Curlee“ Discaya II, wurden festgenommen. Sie werden unter anderem wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder durch die Fälschung von Dokumenten angeklagt.



