Korruptionsermittlungen zu Hochwasserschutz: Über 841 Millionen Pesos zurückerstattet
EditIm Zuge der staatlichen Untersuchungen zu mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei Hochwasserschutzprojekten wurden bereits über 841 Millionen Pesos an die Staatskasse zurückgeführt. Wie das Justizministerium (Department of Justice, DOJ) mitteilte, belief sich die Summe der Rückzahlungen bis zum 3. Juni 2026 auf insgesamt 841.381.500 Pesos.
Zu den Rückzahlern zählen drei ehemalige Beamte des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Autobahnen (Department of Public Works and Highways, DPWH). Der pensionierte Unterstaatssekretär Roberto Bernardo gab zwischen Januar und April 2026 rund 45 Millionen Pesos zurück. Der ehemalige Ingenieur des ersten Distrikts in Bulacan, Henry Alcantara, übergab 181.379.500 Pesos, während der ehemalige Direktor des DPWH für die National Capital Region, Gerard Opulencia, 140,002 Millionen Pesos zurückerstattete. Zusätzlich leistete die in Bulacan ansässige Auftragnehmerin Sally Santos eine Rückzahlung in Höhe von 20 Millionen Pesos.
Im Verlauf der Ermittlungen wurden Bernardo und Alcantara als staatliche Zeugen eingestuft und daraufhin von den Anklagen im Zusammenhang mit den Unregelmäßigkeiten bei den Hochwasserschutzprojekten ausgenommen. Die Untersuchungen wurden eingeleitet, nachdem trotz massiver staatlicher Investitionen in die Infrastruktur weitreichende Überschwemmungen aufgetreten waren.
Präsident Ferdinand Marcos Jr. hatte bereits in seiner fünften Rede zur Lage der Nation (State of the Nation Address, SONA) betont, dass die verschärften Maßnahmen gegen Korruption in diesem Sektor dazu geführt haben, dass Vermögenswerte im Wert von fast 25 Milliarden Pesos wiederhergestellt, eingefroren oder gesichert werden konnten. Zu den Personen, die im Zusammenhang mit dem Korruptionsfall festgenommen wurden, zählen unter anderem der Senator Jinggoy Estrada, der ehemalige Senator Ramon „Bong“ Revilla Jr., der ehemalige DPWH-Sekretär Manuel Bonoan sowie das Unternehmerpaar Sara und Curlee Discaya.



