Politik

Korruption wird zur größten Sorge der philippinischen Bevölkerung

Korruption hat sich laut einer aktuellen nationalen Umfrage zum wichtigsten Thema entwickelt, das die philippinische Bevölkerung von Präsident Ferdinand Marcos Jr. angegangen sehen möchte. Die Ergebnisse der PAHAYAG-Umfrage zeigen, dass Korruption mit 29 % die Prioritäten der registrierten Wähler deutlich anführt und alle anderen untersuchten Themen übertrifft.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Nach der Korruption nannten 7 % der Befragten die philippinische Wirtschaft als zentrales Anliegen, während Armut sowie Preise und Inflation mit jeweils 6 % folgten. Weitere Themen wie Bildung, Löhne, Arbeitsplätze, das öffentliche Gesundheitswesen sowie Frieden und Ordnung wurden von jeweils 4 % der Teilnehmer genannt. Illegale Drogen und steigende Benzinpreise lagen mit jeweils 3 % am Ende der Liste.

Auch auf Haushaltsebene zeigt sich die Sorge vor Korruption: 18 % der Befragten gaben an, dass Korruption in lokalen Regierungsbehörden und öffentlichen Ämtern eine Hauptsorge darstelle. Darauf folgen die langsame wirtschaftliche Erholung des Landes (10 %) sowie die Unfähigkeit, aufgrund steigender Preise Grundnahrungsmittel oder andere lebensnotwendige Dinge zu erwerben (insgesamt 16 %). Weitere finanzielle Ängste betreffen unzureichende Bezahlung und den erschwerten Zugang zur Gesundheitsversorgung (je 7 %), den Verlust des Arbeitsplatzes oder die Opferwerdung durch Kriminalität (je 6 %) sowie Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche (5 %).

Trotz dieser unmittelbaren Sorgen zeigt der wirtschaftliche Ausblick eine vorsichtige Optimismus. 29 % der Filipinos glauben, dass sich die nationale Wirtschaft im nächsten Quartal verbessern wird, während 46 % eine Besserung ihrer eigenen finanziellen Lage erwarten. Demgegenüber stehen 41 %, die eine Verschlechterung der Wirtschaft befürchten, und 22 %, die bei ihren Haushaltsfinanzen keine Veränderung erwarten.

Ein langfristiger Vergleich mit dem Jahr 2016 zeigt ein geteiltes Bild: Während zwei Drittel der Befragten (63 %) die allgemeine Wirtschaftslage des Landes im Vergleich zu vor zehn Jahren als verschlechtert wahrnehmen, blicken viele auf ihre persönlichen Verhältnisse optimistischer. 42 % der Filipinos geben an, dass sich die finanzielle Situation ihres Haushalts seit 2016 verbessert hat, während 36 % eine Verschlechterung angeben.

Quellen