KI-Video zeigt Martin Romualdez mit falschen Aussagen über Senats-Untersuchung
Ein gefälschtes Video, das den ehemaligen Sprecher des Repräsentantenhauses und Abgeordneten für Leyte, Martin Romualdez, zeigt, ist in den sozialen Medien aufgetaucht. In dem Video fordert Romualdez den Senat zu einer Untersuchung heraus und behauptet, es sei unmöglich, dass er Budgetfreigaben genehmigt habe.
Das Video, das am 15. Juli auf der Facebook-Seite „PolPolitika“ veröffentlicht wurde, wurde durch KI-gestützte Analysetools als manipuliert identifiziert. Laut den Untertiteln des Videos fordert Romualdez den Senat auf, ihn zu Anhörungen über mutmaßliche Korruption bei Hochwasserschutzprojekten einzuladen und spricht dabei auch die Senatoren Vicente Sotto III, Panfilo Lacson sowie die Brüder Tulfo direkt an. Fachleute schätzen die Wahrscheinlichkeit einer KI-Generierung mit Werten zwischen 64 und 72 Prozent ein.
Die Falschmeldung verbreitete sich schnell und erhielt tausende Reaktionen sowie zahlreiche Teilungen. Sie steht vor dem Hintergrund laufender Korruptionsvorwürfe gegen Romualdez, den das Büro des Ombudsmanns als „zentrale Figur“ in einem System zur Zweckentfremdung öffentlicher Gelder bezeichnet hat. Diese Gelder waren ursprünglich für den Hochwasserschutz vorgesehen, um Gemeinschaften vor lebensbedrohlichen Fluten zu schützen, wie der stellvertretende Ombudsmann Mico Clavano am 20. Juli betonte.
Trotz seiner Dementis sieht sich Romualdez mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Gegen ihn wurde eine vorläufige Ausreiseverordnung erlassen, die US-Regierung hat seine diplomatischen sowie Touristen- und Geschäftsvisa annulliert, und das Berufungsgericht ordnete die Einfrierung von Vermögenswerten an, die mit ihm in Verbindung stehen. Romualdez selbst hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und erklärt, er werde nicht als Sündenbock herhalten.
Quellen
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