Kardinal Tagle mahnt Familien nach Schulschießereien zur moralischen Erziehung
EditNach den jüngsten Vorfällen von Schulschießereien auf den Philippinen hat Kardinal Luis Antonio Tagle die Familien dazu aufgerufen, die emotionale und moralische Entwicklung ihrer Kinder stärker in die Hand zu nehmen.
Ein Vorfall an der Ateneo de Zamboanga University erschütterte das Land erst kürzlich, bei dem ein Schüler einen Mitschüler erschoss und sich anschließend selbst das Leben nahm. Dies war bereits der zweite tödliche Vorfall dieser Art in den Philippinen innerhalb von weniger als zwei Monaten, nachdem zuvor eine Schießerei in Tacloban City unter Beteiligung von Schülern gemeldet worden war.
Der Appell des Kardinals erfolgte während einer Messe am Mittwoch, den 19. August 2026, in der Parish Church of the Holy Sacrifice an der University of the Philippines in Quezon City. Der Pro-Präfekt des vatikanischen Dikasteriums für Evangelisation äußerte sich dabei besorgt über die zunehmende Abhängigkeit der Jugend von Technologie und digitalen Geräten.
Tagle bezeichnete Videospiele und Künstliche Intelligenz (KI) als Systeme ohne Herz, da diese über keine Empathie verfügen. Er kritisierte, dass solche Technologien die Entscheidungsfindung und das Handeln junger Menschen maßgeblich beeinflussen. Er warnte davor, dass Menschen durch die übermäßige Nutzung solcher „herzlosen“ Maschinen Gefahr ließen, ihre eigene Menschlichkeit und ihr Mitgefühl zu verlieren.
An Eltern und Großeltern richtete der Kirchenfürst die Bitte, den Kindern vorzuleben, was es bedeutet, ein mitfühlendes Herz zu besitzen. Er hinterfragte, warum Menschen ihre Menschlichkeit an Maschinen abtreten sollten, und verwies darauf, dass die Gesellschaft oft überrascht reagiere, wenn es den Mitmenschen an Empathie fehle.




