Gesellschaft

Jugendgruppen in Western Visayas kritisieren Bildungspolitik der Marcos-Regierung

Jugend- und Studierendenorganisationen in der Region Western Visayas haben am Samstag, den 18. Juli, eine Kundgebung unter dem Titel „2026 State of the Youth Address“ abgehalten. Unter dem Motto „SOYA over SOYA“ kritisierten die Gruppen die Bildungspolitik und die Jugendprogramme der Regierung unter Präsident Ferdinand Marcos Jr. im Vorfeld seiner fünften jährlichen Ansprache an die Nation (State of the Nation Address, SONA).

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Symbolbild: Envato

Angeführt von der Western Visayas Youth and Students Alliance sowie der Kabataan Party-list Panay bemängelten die Teilnehmer die sich verschlechternde Lage im Bildungssektor. Als Hauptgründe nannten sie Budgetkürzungen, steigende Lebenshaltungskosten und eine zunehmende Militarisierung auf den Campussen. Die Organisationen warfen der Regierung vor, Gelder bevorzugt für Geheimdienst- und Antirebellen-Programme auszugeben, anstatt in öffentliche Schulen und staatliche Universitäten zu investieren, denen es an Klassenzimmern und notwendigen Ressourcen fehle.

Zudem richtete sich der Protest gegen das K-12-Bildungsprogramm, das laut den Gruppen keine Garantie für eine sinnvolle Beschäftigung nach dem Abschluss biete. Die Teilnehmer lehnten zudem Pläne zur Wiedereinführung des obligatorischen Reserve Officers’ Training Corps (ROTC) ab. Die NTF-ELCAC wurde scharf kritisiert, da sie Jugendorganisationen und Aktivisten vermehrt dem Kommunismus zugeordnet habe (sogenanntes Red-Tagging).

Die Forderungen der Gruppen umfassen die Abschaffung des K-12-Programms, ein Moratorium für Studiengebührenerhöhungen sowie bessere Gehälter und Sozialleistungen für Lehrkräfte. Die Teilnehmer forderten zudem eine Umleitung öffentlicher Mittel von Militär- und Propagandazwecken hin zur Verbesserung der Schulinfrastruktur und zur Ausweitung von Bildungsbeihilfen. Als symbolischen Akt bescheinigten die Organisationen der Marcos-Regierung eine ungenügende Bewertung für die Vernachlässigung der Jugend. Für den 27. Juli, den Tag der offiziellen SONA in Quezon City, riefen die Gruppen zu Protesten auf.

Quellen