Sicherheit: Landesweit

Innenministerium plant Polizeikontrollen von Schusswaffen-Aufbewahrungsorten

Mehrere gewaltsame Vorfälle, bei denen ungesicherte Waffen eine Rolle spielten, DILG geführt. So kam es am 22. Juni an der San Jose National High School in Tacloban City zu einer Schießerei, bei der drei Schüler starben. Berichten zufolge hatte einer der minderjährigen Verdächtigen die Waffe seiner Tante, einer Polizistin, entwendet. Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 17. August an der Ateneo de Zamboanga University, bei dem zwei Studenten getötet wurden. Der Täter, ein Minderjähriger, nutzte dabei Schusswaffen, die seinem Vater, einem BOC, gestellt worden waren.

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Symbolbild: Envato

Das Innenministerium plant unter der Leitung von Sekretär Jonvic Remulla eine neue Regelung für Waffenbesitzer. Diese sieht vor, dass Besitzer eine Verzichtserklärung unterzeichnen, die es der Polizei ermöglicht, die Einrichtungen zur Aufbewahrung von Schusswaffen zu inspizieren. Ziel der Maßnahme ist es, sicherzustellen, dass Waffen ordnungsgemäß gesichert sind und unbefugte Personen, insbesondere Minderjährige, keinen Zugriff darauf haben.

Remulla erklärte, dass diese Inspektionen nicht mittels eines Durchsuchungsbeschlusses erfolgen sollen. Stattdessen würde die Verzichtserklärung den Beamten erlauben, die Aufbewahrungsorte mit einer Vorankündigungsfrist von einem Tag zu kontrollieren. Er verwies dabei auf ein früheres Urteil des Obersten Gerichtshofs, wonach Durchsuchungen in den Wohnungen von Waffenbesitzern als Eingriff gewertet wurden. Remulla beabsichtigt, gegen dieses Urteil vorzugehen.

Der Minister betonte, dass es nicht darum gehe, Waffenbesitzer als Kriminelle zu überführen, sondern sicherzustellen, dass Mindeststandards bei der Lagerung eingehalten werden. Dies diene letztlich auch dem Schutz der Familien, damit Kinder nicht versehentlich an Schusswaffen gelangen, die unter Verschluss gehalten werden sollten. Remulla wies zudem darauf hin, dass nach der aktuellen Gesetzgebung Waffenbesitzer oft nicht haftbar gemacht werden können, wenn ihre Waffen für Straftaten verwendet werden. Er fordert daher eine Verschärfung der Waffengesetze und strengere Strafen für Verstöße.

In beiden Fällen wurden gegen die verantwortlichen Personen, die Polizistin in Tacloban und den Zollbeamten in Zamboanga, Anklagen wegen fahrlässiger Gefährdung durch mehrere Tötungen und Körperverletzungen erhoben. Die Behörden stellten fest, dass diese Tragödien vermeidbar gewesen wären, wenn die Waffen korrekt gesichert gewesen wären.