Inflation auf den Philippinen im Juli voraussichtlich über Zielwert
EditDie Inflation auf den Philippinen dürfte im Juli auf einem hohen Niveau verharrt sein und damit deutlich über dem Zielwert der Zentralbank liegen. Sollte die Inflation am oberen Ende der Schätzung liegen, würde der am 5. August von der staatlichen Statistikbehörde Philippine Statistics Authority (PSA) zu veröffentlichte Wert den Wert des Vormonats Juni, der bei 6,4 Prozent lag, übertreffen.
Laut Prognosen der Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um eine Spanne zwischen 5,6 und 6,6 Prozent. Selbst im Falle des unteren Prognosebereichs bliebe die Teuerungsrate weit über dem von der BSP angestrebten Ziel von 3 Prozent.
Als Hauptursachen für den Preisdruck nennt die Zentralbank gestiegene Kosten für Kraftstoffe und Strom sowie die Abwertung des Peso gegenüber dem US-Dollar. Dem entgegenwirken könnten laut BSP sinkende Preise bei wichtigen Nahrungsmitteln wie Reis, Fleisch, Obst und Gemüse. Zudem seien höhere Fischpreise ein Faktor.
Die wirtschaftliche Lage wird durch externe Faktoren belastet. Die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten haben die weltweiten Rohölpreise wieder über 100 US-Dollar pro Barrel getrieben, was die Kosten für das ölimportierende Land erhöht. Gleichzeitig erreichte der Peso ein Rekordtief von 61,847 gegenüber dem Dollar. Zusätzlicher Druck entstand durch die Ankündigung der US-Regierung unter Donald Trump, Zölle auf Importe aus 60 Handelspartnern, darunter die Philippinen, zu erheben.
Um die Inflationserwartungen trotz dieser Schocks zu stabilisieren, hat die BSP den Leitzins bereits um 0,25 Prozentpunkte auf 4,75 Prozent angehoben. Trotz dieser Maßnahmen betonte BSP-Gouverneur Eli Remolona Jr., dass es eine geringe Wahrscheinlichkeit für weitere aggressive Zinserhöhungen gebe. Die Zentralbank werde die Datenlage sowie die Entwicklungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft weiterhin genau beobachten.




