Indonesien sichert stabile Kohlelieferungen für die Philippinen zu
Die philippinische Regierung hat Zusicherungen aus Indonesien erhalten, dass die Kohleexporte trotz geplanter regulatorischer Änderungen in Jakarta stabil bleiben werden. Damit entfallen erste Sorgen hinsichtlich der Brennstoffversorgung für die Kohlekraftwerke auf den Philippinen, die den Großteil ihres importierten Kohlebedarfs aus Indonesien decken.
Eine philippinische Delegation unter der Leitung der Energieministerin Sharon Garin führte dazu hochrangige Gespräche in Jakarta. Dabei traf die Delegation Vertreter des indonesischen Koordinationsministeriums für Wirtschaft Angelegenheiten (CMEA), des Ministeriums für Energie und Mineralressourcen (MEMR) sowie des staatlichen Unternehmens PT Danantara Sumberdaya Indonesia (PT DSI).
Indonesische Beamte, darunter Koordinationsminister Airlangga Hartarto und Vize-Ministerin Yuliot Tanjung, erklärten, dass das neue Exportregime primär auf eine verbesserte Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Kohlegeschäfte abzielt und nicht auf eine Einschränkung der Exporte. Das Unternehmen PT DSI, das die Initiative anführt, wird in Kürze einen Entwurf der neuen Verordnung veröffentlichen. Bestehende Verträge bleiben laut PT DSI unberührt, sofern keine Unregelmäßigkeiten festgestellt werden.
Neben der Kohleversorgung erörterten beide Länder Möglichkeiten einer tieferen Zusammenarbeit bei Flüssigerdgas (LNG) und erneuerbaren Energien. Die Philippinen zeigten dabei Interesse an kleinskaligen LNG-Projekten zur Versorgung von Inseln ohne Netzanbindung. Zudem wurden Gespräche über die regionale Energieintegration durch das APG vorangetrieben, ein Vorhaben, das für die philippinische ASEAN-Vorsitzenschaft von hoher Priorität ist.
Ministerin Garin betonte, dass diese Zusicherung für die philippinischen Akteure die nötige Planungssicherheit biete. Die Sicherung der Energieversorgung sei entscheidend für die Stabilität des täglichen Lebens, etwa für den Betrieb von Krankenhäusern, Schulen und Unternehmen.
Quellen
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