Politik

Impeachment-Verfahren gegen Vizepräsidentin Duterte: Anklagepartei weist Vorwurf der Einseitigkeit zurück

Im laufenden Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte hat die Anklagepartei auf die Kritik des Senators Robin Padilla reagiert. Padilla, ein Verbündeter von Duterte, hatte während der Senatsanhörungen am Mittwoch, den 22. Juli, angemerkt, dass das Verfahren nicht einseitig verlaufen dürfe.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
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Die leitende Staatsanwältin, die Abgeordnete Gerville „Jinky Bitrics“ Luistro, wies diese Erwartung zurück. Sie erklärte, es wäre weitaus überraschender, wenn die Anklage neutral agieren würde, da es ihre Aufgabe sei, die Vorwürfe zu vertreten, und nicht die der Verteidigung. In einem Radiointerview betonte Luistro zudem, dass die politische Neutralität allein den Senatoren als Richtern zukomme. Unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit müssten sie eine unparteiische Mitte einnehmen, während es für die Anklage und die Verteidigung natürlich sei, für ihre jeweiligen Positionen einzutreten.

Diese Ansicht wurde von der Privatstaatsanwältin Lorna Kapunan unterstützt. Sie bezeichnete die Einseitigkeit als Kernaufgabe beider Parteien, da sowohl die Anklage als auch die Verteidigung darauf ausgerichtet seien, ihre jeweiligen Argumente und Beweise vor dem Senatsgericht darzulegen. Kapunan zeigte sich zudem zufrieden mit der Beweisaufnahme zu Artikel IV der Anklageschrift, der den Vorwurf der schweren Drohung beinhaltet. Nach der Aussage des letzten Zeugen für diesen Punkt, Melvin Matibag, dem Direktor des National Bureau of Investigation (NBI), sei die Beweisführung zum Vertrauensbruch des öffentlichen Amtes erfolgreich verlaufen.

Die Amtsenthebungsklage gegen Duterte basiert auf Beschlüssen des Repräsentantenhauses und umfasst Vorwürfe wie schwere Drohungen, Aufwiegelung zur Sedition, den Missbrauch öffentlicher Gelder sowie unerklärliches Vermögen. Der politische Kommentator Jesus Falcis äußerte sich kritisch zu einer nachträglichen Klarstellung Padillas, wonach sich dessen Bemerkung auf Zeugen im Vergleich zu Senatoren mit laufenden Verfahren bezogen habe. Falcis bezeichnete diese Erklärung als Ausflucht.

Das Verfahren wird fortgesetzt. Die Sitzungen des Senats als Impeachment-Gericht werden am 29. Juli wieder aufgenommen, zwei Tage nach der fünften Rede des Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. zur Lage der Nation.

Quellen

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