ICC weist Vorwürfe von Vizepräsidentin Duterte zurück
EditICC in Den Haag scharf kritisiert und als "Handlanger" oder "Marionette" ihrer politischen Gegner bezeichnet. Sie behauptete, dass das Verfahren gegen ihren Vater, den ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte, nur deshalb voranschreite, weil das Gericht von Präsident Marcos und dem ehemaligen Senator Antonio Trillanes IV. gesteuert werde.
Der ICC hat auf diese Angriffe reagiert und betont, dass das Gericht als unabhängige und unparteiische Institution agiert. In einer Stellungnahme erklärte ICC-Sprecherin Oriane Maillet, das Gericht führe sein Mandat gemäß dem Gründungsvertrag, dem Römischen Statut, eigenständig und unvoreingenommen aus. Diese Darstellung widerspricht den vorliegenden Informationen zum Stand der Verfahren.
Der ICC hat derzeit mindestens sieben inhaftierte Personen unter Untersuchung, darunter auch den libyschen ehemaligen Milizkommandanten Khaled Mohammed El Hishri, gegen den im Juli Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen bestätigt wurde. Rodrigo Duterte selbst steht vor dem Prozess, der am 30. November beginnen soll. Ihm wird die strafrechtliche Verantwortung für den Tod von 78 Opfern des Drogenkriegs vorgeworfen.
Die Kritik an der Vizepräsidentin kam aus verschiedenen Richtungen. Der Palast bezeichnete ihre Äußerungen als haltlos und nutzlos. Der ehemalige Senator Antonio Trillanes IV., der 2017 eine Untersuchung gegen den ehemaligen Präsidenten beantragt hatte, wies den Vorwurf der Marionettenführung zurück und verwies auf die jahrelangen, tiefgreifenden Ermittlungen des ICC.
Auch der Menschenrechtsanwalt Gilbert Andres, der die Opfer vertritt, kritisierte das Verhalten der Vizepräsidentin und forderte Respekt vor dem juristischen Prozess. Während ihres Aufenthalts in den Niederlanden besuchte Sara Duterte zudem ihren 81-jährigen Vater. Sie gab an, dass es ihm bis auf ein Hautproblem, das sich durch Rötungen und entzündungsähnliche Stellen äußere, den Umständen entsprechend gut gehe.



