Handgranaten-Angriff auf Militärfahrzeug in Maguindanao del Sur: Fünf Verletzte
Am Samstagmorgen ist in der Provinz Maguindanao del Sur ein Militärfahrzeug mit einer Handgranate angegriffen worden. Der Angriff ereignete sich gegen 6:30 Uhr auf dem Highway zwischen Cotabato City und Isulan, genauer gesagt im Barangay Mother Poblacion in Shariff Aguak. Fünf Menschen wurden verletzt, darunter zwei Soldaten und drei Zivilisten.
Laut dem Western Mindanao Command (Westmincom) befand sich ein Militärlastzug des Typs KM450 auf der Nationalstraße, als der Angriff erfolgte. Zwei Personen auf einem Motorrad verfolgten den Lastwagen und warfen eine Handgranate auf das Fahrzeug. CCTV-Aufnahmen zeigen, wie das Motorrad plötzlich umkehrte, kurz bevor die Explosion und eine Serie von Schüssen die Gegend erschütterten.
Die beiden verletzten Soldaten gehören dem Second Scout Ranger Battalion der 6. Infanteriedivision (6ID) an. Die drei Zivilisten, 24, 33 und 38 Jahre alt, wurden durch Granatsplitter getroffen. Alle Verletzten erhielten umgehend medizinische Hilfe und befinden sich in stabiler medizinischer Versorgung.
Die Sicherheitskräfte unter der Leitung der JTF-Central haben in enger Zusammenarbeit mit der Polizei Verfolgungs- und Sicherheitsoperationen eingeleitet, um die Verantwortlichen zu identifizieren und festzunehmen. Die Polizei der Bangsamoro-Autonomen Region (PRO-BAR) prüft derzeit noch, welche Parteien die Schüsse nach der Explosion abgegeben haben.
Der Angriff erfolgte in einer Phase erhöhter Sicherheitsvorkehrungen. Seit dem 16. Juli, dem Beginn des Wahlzeitraums für die ersten Parlamentswahlen in Bangsamoro, gilt ein Waffenverbot. Die Wahlkommission (COMELEC) betreibt in der gesamten BARMM rund um die Uhr Kontrollpunkte. Die 6. Infanteriedivision hat die Patrouillen und Kontrollpunkte insbesondere in Gebieten wie Shariff Aguak verstärkt, das bereits vor dem Waffenverbot als Hotspot galt.
Das Westmincom verurteilte die Gewalt als sinnlos und betonte, dass durch die Tat auch unschuldige Zivilisten gefährdet wurden. Die Behörden appellierten an Augenzeugen, Informationen an die nächstgelegene Militär- oder Polizeistation zu melden, und baten die Öffentlichkeit, keine unbestätigten Informationen zu verbreiten.