Sicherheit: Metro Manila

Gewaltsame Ausschreitungen bei Investitionsforum in Taguig: 27 Verletzte und fünf Festnahmen

Am Donnerstag, den 10. September, kam es in Taguig City zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, als Protestierende versuchten, in die Hotellobby einzudringen, um in die Nähe des Investmentforums für den Luzon Economic Corridor zu gelangen. Mindestens 27 Personen wurden dabei verletzt, wie die Menschenrechtsorganisation Karapatan berichtet. Die Unruhen brachen aus, als die Demonstranten die Barrikaden durchbrechen wollten, um das Forum zu stören.

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Symbolbild: Envato

Im Rahmen der Ausschreitungen wurden fünf Rechtsbeistände festgenommen: Jona Yang, Kenneth Castro, Mara Peralta, Daya Juliano und RC Placido. Laut Karapatan wurden drei der Festgenommenen gezielt ausgewählt, weil sie die Polizei darauf hinwiesen, Demonstranten nicht unsachgemäß zu behandeln oder festzunehmen. Zwei weitere Rechtsbeistände seien willkürlich festgenommen worden, nachdem sie sich freiwillig auf die Polizeistation begeben hatten, um bereits inhaftierte Personen zu unterstützen. Die Organisation forderte eine sofortige Freilassung der Betroffenen ohne Anklage und bezeichnete sie als Menschenrechtsverteidiger, die lediglich ihre Arbeit verrichteten.

Das Investmentforum des Luzon Economic Corridor, das von Präsident Ferdinand Marcos Jr. geleitet wurde, hatte rund 600 Investoren, Führungspersönlichkeiten aus der Industrie sowie hochrangige Regierungsvertreter angezogen. Das Forum wurde gemeinsam von den Regierungen der Philippinen, der Vereinigten Staaten und Japans ausgerichtet. Ziel der Veranstaltung war es laut Malacañang, Investitionsmöglichkeiten zu untersuchen und Infrastrukturprojekte voranzutreiben, die die Konnektivität verbessern, globale Lieferketten stärken und das langfristige Wirtschaftswachstum auf den Philippinen fördern sollen. Ein zentraler Punkt der Diskussion war die Pax-Silica-Initiative, ein von den USA angeführtes Vorhaben zur Sicherung der Lieferketten für Halbleiter und Künstliche Intelligenz.

Die Pax-Silica-Initiative sieht vor, dass der Knotenpunkt von Pax Silica in New Clark City in der Provinz Tarlac errichtet wird, als Teil des Luzon Economic Corridor, der die Gebiete Subic Bay, Clark, Manila und Batangas miteinander verbindet. Gegen dieses Projekt gibt es jedoch massiven Widerstand von Seiten der progressiven Allianz Bagong Alyansang Makabayan (Bayan) und der Gruppe Karapatan. Karapatan bezeichnete das Forum als eine von den USA unterstützte Plattform, die der Ausbeutung philippinischer Ressourcen diene. Die Demonstranten forderten die Einstellung der Pax-Silica-Initiative, da diese negative Auswirkungen auf das Leben, die Existenzgrundlagen, die Umwelt und die Rechte der philippinischen Bevölkerung habe.

Bayan warnte zudem davor, dass die Initiative die Vertreibung von landwirtschaftlichen Gemeinschaften und indigenen Völkern zur Folge haben könnte. Zudem wird kritisiert, dass der Wirtschaftskorridor die militärische Präsenz und Machtprojektion der USA unterstützen und die Philippinen dadurch stärker in US-geführte Konflikte hineinziehen könnte. Die anhaltenden Proteste und die gewaltsamen Ausschreitungen unterstreichen die tiefsitzenden Bedenken und den Widerstand in der philippinischen Bevölkerung gegenüber dem Projekt.