Geschichte der Pampanga State University: Ein Jahrhundert des Überlebens
EditDie Pampanga State University (Pampanga State U) blickt auf eine über 160-jährige Geschichte zurück, die von wiederholten Krisen und dem Wiederaufbau geprägt war. Als eine der ältesten Berufsbildungsstätten in Fernost gilt sie heute als Institution mit einer reichen Vergangenheit. Ihre Gründung erfolgte am 4. November 1861 während der spanischen Kolonialzeit.
Die Ursprünge der Universität liegen in der Escuela de Artes y Oficios de Bacolor, die durch die Zusammenarbeit des Augustinerpaters Juan P. Zita und des Bürgerführers Don Felino Gil ermöglicht wurde. Ein Grundstück, das von den Schwestern Suarez gestiftet wurde, diente als Land für die Einrichtung der Schule für technisches Handwerk.
Der Weg der Institution war von zahlreichen Zerstörungen gezeichnet. Zwischen 1869 und dem Beginn der amerikanischen Ära wurde das Gebäude fünfmal durch Brände schwer beschädigt. Während der Philippinischen Revolution diente das Gebäude zudem als Kaserne und Fabrik für Munition.
Unter amerikanischer Verwaltung wurde die Einrichtung im Jahr 1905 als Bacolor Trade School wiederbelebt und später zur Pampanga Trade School erweitert. Im Laufe des 20. Jahrhunderts erlebte die Schule mehrere Umbenennungen und Statusänderungen. Durch den Republic Act 1388 wurde sie 1957 zur Pampanga School of Arts and Trades (PSAT).
Weitere Umbenennungen folgten: Im Jahr 1964 wurde sie zu Ehren des ehemaligen Gouverneurs von Pampanga, Don Honorio Ventura, in Don Honorio Ventura Memorial School of Arts and Trades (DHVMSAT) umbenannt. Ein Dekret aus Malacañang führte 1978 zur Umwandlung in das Don Honorio Ventura College of Arts and Trades (DHVCAT), ein staatliches College mit eigener Autonomie.
Eine der schwersten Zäsuren ereignete sich Anfang der 1990er Jahre durch den Ausbruch des Mount Pinatubo. Massive Schlammlawinen, sogenannte Lahar, begruben den Campus in Bacolor unter mehreren Metern Schlamm. Der damalige dritte Präsident der Universität, Dr. Ernesto T. Nicdao, organisierte unter diesen extremen Bedingungen die Umsiedlung der Institution. Nach der Phase der provisorischen Unterbringung konnte der historische Campus im Mai 1996 wieder eröffnet werden.




