Sicherheit: Sulu

Gemeinsame Sicherheitsübung in Sulu stärkt Küstenverteidigung

Um den Schutz der Küstengebiete in der Provinz Sulu zu verbessern, haben staatliche Sicherheitskräfte, lokale Behörden und zivile Sicherheitsgruppen eine koordinierte Verteidigungsübung durchgeführt. Die Übung zur interinstitutionellen Küstenverteidigung fand am Mittwoch, den 19. August, im Hafen von Allayon in Luuk statt. Ziel der Maßnahme war es, die Zusammenarbeit verschiedener staatlicher Stellen unter einer einheitlichen Befehls- und Kontrollstruktur zu demonstrieren, um potenzielle Bedrohungen vom Meer aus frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen, bevor diese die Küstengemeinden erreichen können.

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Symbolbild: Envato

Die 1102. Infanteriebrigade (1102nd Infantry Brigade) teilte am Freitag, den 21. August, mit, dass die beteiligten Einheiten ihre Kapazitäten in verschiedenen Bereichen aufeinander abstimmten. Dazu gehörten die maritime Überwachung, die Küstensicherheit, Bodenmanöver sowie Feuerunterstützung. Zudem wurden die Reaktion auf explosive Kampfmittel und die Überwachung durch die Gemeinschaft in die Übung integriert. Laut der Brigade verdeutlichte das Szenario, wie entscheidend ein zeitnaher Informationsaustausch, koordinierte Entscheidungsfindungen und der ergänzende Einsatz der jeweiligen Behördenkompetenzen für die Sicherung der Küstenlinie sind. Die Küstenverteidigung sei eine gemeinsame Verantwortung, die über rein militärische Aufgaben hinausgehe.

An der Demonstration beteiligten sich neben dem Militär auch die philippinische Küstenwache (Philippine Coast Guard, PCG), die nationale Polizei (Philippine National Police, PNP), die lokale Regierung sowie die Küstenwache der Gemeinde (Bantay Dagat) und Friedenswächter aus den Barangays. Brigadier General Alaric Avelino Delos Santos, Kommandeur der 1102. Brigade, betonte, dass eine effektive Verteidigung die nahtlose Integration von Militär, Strafverfolgung, Seefahrt, lokaler Verwaltung und zivilen Kräften erfordere. Die Stärke der Verteidigung liege nicht nur in den Einzelkapazitäten, sondern in der Fähigkeit, als geschlossene Einheit zu agieren. Durch ein gemeinsames Lagebewusstsein und die enge Abstimmung mit Partnerorganisationen und Gemeinden solle eine reaktionsschnellere und widerstandsfähigere Verteidigungshaltung entlang der Küste von Sulu aufgebaut werden.

Auch die lokale politische Führung unterstrich die Bedeutung der Bürger für die Sicherheit. Der Bürgermeister von Luuk, Al-Makram Arbison, erklärte, dass die Küstengemeinden oft die ersten Beobachter von Aktivitäten in ihren Gewässern seien, weshalb ihre Mitwirkung für die kollektive Sicherheit unverzichtbar sei. Durch die enge Koordination zwischen der lokalen Verwaltung, den Sicherheitskräften, Partnerbehörden und der Bevölkerung werde die Bereitschaft von Luuk gestärkt und sichergestellt, dass jeder Akteur seine Rolle beim Schutz der Gemeinden und der Küstenlinie verstehe.

Die Übung war Teil der übergeordneten territorialen Verteidigungsoperationen der Behörden (Inter-Agency Territorial Defense Operations Exercise, IA-TDOX) unter dem Namen Oplan „Ayaran Lupahsug“ 01-2026. Diese Initiative dient dazu, die Zusammenarbeit und die kollektive Einsatzbereitschaft staatlicher Stellen und lokaler Akteure gegenüber neuen Sicherheitsherausforderungen zu festigen. Zu den weiteren Teilnehmern gehörten das 21. Infanterie-Bataillon, die 2. Sulu Provincial Mobile Force Company, die 12. Kavallerie, die Charlie Battery des 11. Feldartillerie-Bataillons, das 37. Team für Sprengstoffräumung (Explosive and Ordnance Demolition Team), die taktische Operationsstation Jolo sowie die Barangay Peacekeeping Action Teams von Luuk und der Dorfrat von Tulayan.