Gesellschaft: Bulacan

Fischer in Bulacan protestieren gegen Hunger und schrumpfende Fanggründe

Am 16. Oktober haben Fischer der Vereinigung Samahan ng mga Mandaragat ng Bulacan (SAMA-Bulacan) anlässlich des Welternährungstages eine Flottenaktion in Obando, Bulacan, durchgeführt, um auf die zunehmende Nahrungsmittelunsicherheit und den Verlust ihrer traditionellen Fanggründe in der Region aufmerksam zu machen.

Colorful Fresh Vegetables at Local Farmer's MarketSvetlana_Lazhko
Symbolbild: Envato

Die Küsten- und Feuchtgebietgemeinden in Bulacan leiden laut SAMA-Bulacan unter anhaltendem Hunger, verursacht durch die Folgen jüngster Sturmfluten und starker Wellen, die der Südwestmonsun verursachte. Darüber hinaus wird vor den Auswirkungen des Super-El-Niño-Phänomens gewarnt, das die Fischerträge und damit das Einkommen der Fischer weiter drastisch senken könnte.

Ein zentraler Kritikpunkt der Fischer sind großflächige Landgewinnungsprojekte sowie die Übernahme hunderte Hektar brachliegender Fischteiche in Bulacan. Jorwel Gusi, der Präsident von SAMA-Bulacan, erklärte, dass die Einkommen aus der nächtlichen Arbeit auf See nicht mehr ausreichten, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Durch die schrumpfenden Fanggründe müsse zudem unter den Fischern ein verstärkter Wettbewerb um die verbleibenden Flächen ausgefochten werden.

Die Fischer fordern daher, dass die San Miguel Corp. (SMC) die am Manila Bay erworbenen, aber derzeit ungenutzten Fischteiche für die lokalen Fischergemeinschaften zugänglich macht, solange diese Flächen noch nicht für Landgewinnungsprojekte erschlossen wurden. SAMA-Bulacan strebt zudem einen offiziellen Dialog mit Vertretern von SMC an, um diese Forderungen förmlich vorzubringen.