First Gen will Geothermie-Stromversorgung in Ost-Visayas ausweiten
Das Unternehmen für erneuerbare Energien First Gen Corp. hat sein Vorhaben bekräftigt, die Bereitstellung von geothermischem Strom in der Region Ost-Visayas zu erhöhen. Das Unternehmen erklärte, man stehe bereit, weitere Elektrizitätsgenossenschaften in der Region zu beliefern, sobald künftige Beschaffungsverfahren die Anforderungen von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien berücksichtigen.
Die geothermischen Anlagen von First Gen in Leyte verfügen über freie Kapazitäten, um den langfristigen Energiebedarf der Region zu decken. Dies soll den Verbrauchern eine zuverlässige und lokal gewonnene Stromversorgung ermöglichen. Zwar beabsichtigte First Gen, am Wettbewerbsverfahren (Competitive Selection Process, CSP) im Jahr 2024 der Federation of Rural Electric Cooperatives in Region 8 (FRECOR-8) teilzunehmen, doch verhinderten Änderungen in den Ausschreibungsrichtlinien ein tragfähiges Angebot des Unternehmens.
Laut First Gen machten Änderungen der Ausschreibungsbedingungen die Erstattung von Betriebs- und Wartungskosten zu gering, was den Beschaffungsrahmen für die geothermische Stromerzeugung ungeeignet machte. Im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken, die auf Kohle oder anderen importierten Brennstoffen basieren, benötigen geothermische Anlagen kontinuierliche Investitionen. Diese seien notwendig, um die unterirdischen Dampfressourcen zu erhalten, die Produktionsbrunnen zu warten und eine unterbrechungsfreie Stromerzeugung über das ganze Jahr zu gewährleisten.
Teodulfo Troyo, Leiter des Tongonan-Geothermiekraftwerks, das von der Energy Development Corp. (EDC), einer Tochtergesellschaft von First Gen, betrieben wird, betonte, dass die Deckung des Energiebedarfs der Heimatregion stets Priorität habe. Er erklärte, dass das Unternehmen weiterhin bereit sei, an künftigen Beschaffungsmöglichkeiten teilzunehmen, sofern die Ausschreibungsregeln die besonderen betrieblichen Anforderungen von Anlagen für erneuerbare Energien anerkennen.
Derzeit liefert First Gen über Green Core Geothermal Inc. geothermischen Strom an Kunden der Leyte II Electric Cooperative (LEYECO II) und der Leyte III Electric Cooperative (LEYECO III). Das Unternehmen betreibt hierzu das Tongonan-Geothermiekraftwerk in Leyte sowie das Palinpinon-1-Geothermiekraftwerk in Negros Oriental. Diese langfristigen Lieferverträge ermöglichten es den Verbrauchern in den beiden Konzessionsgebieten, über Jahre hinweg von vergleichsweise stabilen Strompreisen zu profitieren.
Da Geothermie aus heimischen Ressourcen gewonnen wird, sind die Kosten nicht direkt von Schwankungen der internationalen Brennstoffpreise betroffen, was sie zu einer berechenbareren Energiequelle macht. First Gen prüft derzeit andere rechtliche Beschaffungsmechanismen, einschließlich künftiger Wettbewerbsausschreibungen und Vereinbarungen zur Notstromversorgung, um die verfügbare Kapazität weiteren Elektrizitätsgenossenschaften in Ost-Visayas anzubieten.
Troyo hob hervor, dass die Zusammenarbeit zwischen Stromlieferanten, Elektrizitätsgenossenschaften und weiteren Akteuren der Branche entscheidend bleibe, um den Zugang zu sauberem und erschwinglichem Strom in der Region auszuweiten. Angesichts der steigenden Stromnachfrage könne eine verstärkte Nutzung der Geothermie dazu beitragen, die Energiesicherheit der Region zu stärken und gleichzeitig den Übergang des Landes zu einem nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Stromsektor voranzutreiben.