Falschmeldung über Amtsenthebungsverfahren gegen Ombudsman Remulla widerlegt
Gegen den philippinischen Ombudsman Jesus Crispin „Boying“ Remulla wurde nach aktuellem Stand kein offizielles Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Entgegen Behauptungen in sozialen Netzwerken liegt keine formelle Beschwerde vor, die öffentlich gemacht wurde oder rechtliche Schritte zur Absetzung des Amtsinhabers einleitet.
Die Gerüchte verbreiteten sich vor allem über YouTube-Videos, die behaupteten, ein Impeachment-Verfahren gegen Remulla sei bereits im Gange. Ein Video des Kanals „Tap Wan Rewind“ suggerierte zudem, die PNP bereite sich auf eine mögliche Verhaftung des Senators Rodante Marcoleta vor.
Als Grund für die Gerüchte wird unter anderem ein Beitrag des Anwalts Jesus Falcis vom 3. Juli genannt, der von einer angeblichen Zirkulation eines Beschwerdedokuments unter Abgeordneten sprach. Es wurden jedoch weder Kopien der Beschwerde noch stützende Beweise veröffentlicht.
Mehrere Abgeordnete und Regierungsvertreter dementierten die Vorwürfe. Jude Acidre, Abgeordneter der Tingog-Parteiliste, gab an, keine Kenntnis von einem konkreten Bemühen zur Amtsenthebung zu haben. Auch aus dem Palast kam eine Klarstellung: Claire Castro, eine Pressereferentin des Präsidenten, erklärte, dass ein solches Verfahren nicht in den Treffen mit Präsident Ferdinand Marcos Jr. thematisiert wurde.
Zudem wies die ehemalige Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo, die in den Online-Gerüchten mit den Bemühungen gegen Remulla in Verbindung gebracht wurde, jegliche Beteiligung zurück. Ihr Rechtsbeistand bezeichnete die ursprüngliche Quelle der Behauptungen als unbestätigt. Das Büro des Ombudsmanns wies die Gerüchte als Versuche der Schuldigen zurück, nachdem Remulla zuvor Plunder-Anklagen gegen Marcoleta erhoben hatte.