Falsche Behauptung: Regierung plant keine Beschlagnahmung von Häusern wegen fehlender Solar-Genehmigungen
Ein in den sozialen Medien kursierendes Video, das behauptet, die philippinische Regierung würde Häuser beschlagnahmen, wenn für installierte Solaranlagen keine entsprechenden Genehmigungen vorliegen, ist gefälscht. In dem Video wird Claire Castro, eine Pressereferentin des Präsidentenpalastes (Malacañang), in einer vermeintlichen Pressekonferenz vor dem Malacañang Press Corps zu sehen, wie sie diese drastische Maßnahme ankündigt.
Analysen des Videomaterials haben die Fälschung bestätigt. Eine Untersuchung mit der Technologie SynthID von Google ergab, dass die Tonspur ein digitales Wasserzeichen aufweist, das auf eine KI-Generierung oder -Manipulation hindeutet. Weitere Tools untermauerten diesen Befund: HiveDetect stufte die Wahrscheinlichkeit einer KI-Erstellung auf 81,8 Prozent ein, während UndetectableAI die Echtheit der Audiospur mit lediglich einem Prozent bewertete.
Es gibt keinerlei Belege für die behauptete Richtlinie. Weder die offiziellen Transkripte der Pressekonferenzen aus dem Juli 2026 enthalten die genannten Aussagen, noch hat die Regierung über andere Kanäle eine solche Maßnahme kommuniziert. Auch seriöse Medienberichte über eine solche Regelung existieren nicht.
Das Video verbreitete sich auf Facebook mit hoher Reichweite und generierte bis zum Zeitpunkt der Faktenchecks rund 3,2 Millionen Aufrufe sowie tausende Reaktionen und Teilungen. Die Kommentare unter den Beiträgen zeigten vor allem Unmut und Empörung der Nutzer über die vermeintliche Entscheidung.
Die Fälschungen treten in eine Zeit, in der die Regulierung von Solaranlagen ohnehin für Diskussionen sorgt. Nachdem das Energieunternehmen Meralco im Mai strengere Richtlinien gefordert hatte und das DTI Regeln für Hersteller vorbereitete, ist die öffentliche Debatte über Solarenergie aufgrund steigender Strompreise derzeit sehr präsent.
Quellen
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