Exportverbot der USA belastet Krabbenindustrie in E.B. Magalona
Die Gemeinde E.B. Magalona in der Provinz Negros Occidental steht vor einer wirtschaftlichen Krise, nachdem die USA den Export von Blaukrabben gestoppt haben. Die Krise betrifft die Existenzgrundlage von Fischern, Krabben sammelnden Arbeitern, Händlern und Verarbeitern in den neun Küsten-Barangays der Gemeinde.
Der Grund für die Krise ist ein Exportverbot des US-amerikanischen National Marine Fisheries Service, das unter Berufung auf den Marine Mammal Protection Act erlassen wurde und die lokalen Produzenten von ihrem wichtigsten internationalen Markt abgeschnitten hat. E.B. Magalona gilt als das „Hauptzentrum für Blaukrabben“ in Negros Occidental und ist massiv von diesem Sektor abhängig.
Die Marktdisruption hat zu einem drastischen Preisverfall geführt: Laut Vizebürgermeister Marvin Malacon sank der Preis für Blaukrabben auf dem heimischen Markt von zuvor 350 bis 400 Pesos pro Kilo auf nur noch 150 Pesos pro Kilo.
Um die Folgen für die lokale Wirtschaft abzufedern, hat Bürgermeister Matthew Louis Malacon die sogenannte Municipal Crab Industry Task Force (MCITF) ins Leben gerufen. Zu den Aufgaben der Task Force gehören die Bewertung der wirtschaftlichen Schäden, die Führung eines Registers der betroffenen Arbeiter sowie die Koordination von technischer und finanzieller Hilfe mit nationalen Behörden.
Zudem sollen neue Märkte erschlossen und die Wertschöpfung der lokalen Produkte gesteigert werden. Bürgermeister Malacon hat zudem den Gemeinderat aufgefordert, eine Verordnung für eine vorübergehende Steuerbefreiung oder Steuererleichterungen für betroffene Fischer und Unternehmen zu erlassen. Parallel dazu wurden die kommunalen Abteilungen für Landwirtschaft, Tourismus und soziale Wohlfahrt angewiesen, Programme zur Weiterbildung und Hilfe zur Existenzsicherung aufzulegen, um die Widerstandsfähigkeit und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Krabbenindustrie zu stärken.
Quellen
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