Wirtschaft

Export von blauen Schwimmkrabben: Philippinen hoffen auf Wiederaufnahme des US-Marktes

Die philippinische Regierung zeigt sich zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten den Import von blauen Schwimmkrabben aus dem Land wieder erlauben werden. Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. erklärte am Freitag in Talisay City, dass die Philippinen derzeit aktualisierte Dokumente vorbereiten, um die Anforderungen der US-amerikanischen Vorschriften zum Schutz von Meeressäugern zu erfüllen.

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Symbolbild: Envato

Der US-amerikanische Importstopp trat am 11. Juni 2026 in Kraft. Grund dafür war die Entscheidung des National Marine Fisheries Service, dass die Philippinen keine ausreichenden Nachweise über Programme zum Schutz von Meeressäugern und zur Überwachung von Beifängen vorlegen konnten. Die USA verlangen strikte Maßnahmen, um insbesondere gefährdete Delfine zu schützen.

Um die US-Vorgaben zu erfüllen, DA bereits konkrete Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehört eine neue Richtlinie, die die maximale Länge von Stellnetzen in den betroffenen Fischereigebieten von zuvor zwei Kilometern auf 500 Meter reduziert. Zudem wurde eine behördenübergreifende Task Force eingerichtet, die die Lebensräume von Delfinen überwacht und die Einhaltung der Schutzbestimmungen sicherstellt.

Laut Minister Laurel wurden die Angelegenheit und die geplanten Schritte bereits in Gesprächen mit hochrangigen US-Vertretern thematisiert. In einem Treffen im Malacañang-Palast mit Präsident Ferdinand Marcos Jr. wurden unter anderem der US-Außenminister Marco Rubio und der US-Botschafter auf den Philippinen, Lee Lipton, über die Situation informiert. Die US-Regierung hat der philippinischen Seite die Möglichkeit eingeräumt, Einspruch einzulegen oder einen neuen Antrag zu stellen. Die nächsten Compliance-Dokumente sollen im September eingereicht werden.

Der Exportstopp trifft die philippinische Krabbenindustrie schwer. Etwa 90 Prozent der jährlichen Exporte, die einen Wert von geschätzt 50 bis 60 Millionen US-Dollar haben, gehen in die USA. Monatlich werden rund 500.000 Pfund Krabbenfleisch auf den US-Markt geliefert. Betroffen sind vor allem Produktionsgebiete wie das Visayas-Meer, die Guimaras-Straße sowie Regionen in Masbate, Sorsogon und Camarines Norte. Auch die Verarbeitung in Städten wie Bacolod, Iloilo und Cebu ist direkt betroffen.

Javier Miguel Benitez, Abgeordneter des dritten Distrikts von Negros Occidental, betonte während einer öffentlichen Anhörung, dass die vollständige Einhaltung internationaler Standards unerlässlich sei, um den Zugang zum lukrativen Markt zurückzugewinnen und die Existenzgrundlage tausender Fischer zu sichern. Er plant, eine Resolution im Repräsentantenhaus einzureichen, um die Maßnahmen zur Erfüllung der Exportanforderungen zu unterstützen. In der Gemeinde E.B. Magalona, die als Zentrum der blauen Schwimmkrabben gilt, wurde zudem ein Antrag auf vorübergehende Steuererleichterungen für betroffene Fischer und Unternehmen gestellt.

Quellen

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage der unten verlinkten Quellen und Belege redaktionell auf Deutsch aufbereitet.