Wirtschaft: Landesweit

Europäische Unternehmen unterstützen Energieagenda der philippinischen Regierung

Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat in seiner jüngsten Lagebeschreibung (State of the Nation Address, SONA) umfassende Energiepläne vorgestellt, die auf eine Verbesserung der Energiesicherheit des Landes abzielen. Die ECCP unterstützt diese Vorhaben und sieht darin eine Chance, die Energiesicherheit des Landes zu verbessern.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – Portrait
Quelle: Google

Ein wichtiger Schritt zur Senkung der Stromkosten und zur Anlockung weiterer Investitionen ist laut ECCP die konsequente Umsetzung der Reformen im Stromsektor. Besonders hervorgehoben wurde der Gesetzentwurf „Sariling Kuryente“, der die Installation von Solaranlagen auf Hausdächern sowie Batteriespeichersystemen vereinfachen und kostengünstiger machen soll, um die Abhängigkeit vom Stromnetz zu verringern. Die ECCP vertritt fast 1.000 europäische und philippinische Unternehmen.

Die Regierung plant, die Stromversorgung auszuweiten: Bis 2028 werden rund 200 Energieprojekte mit einer Gesamtkapazität von fast 10.000 Megawatt überwacht. Darüber hinaus sind über 1.700 Megawatt an Energiespeicherprojekten geplant. Die Wiederaufnahme der Bohrungen im Malampaya-Gasfeld sowie neue Verträge für Erdöl und Wasserstoff wurden als positive Entwicklungen für die langfristige Versorgung bewertet.

Die ECCP fordert eine transparente, wissenschaftlich fundierte öffentliche Debatte über die geplante Nutzung von Kernenergie, insbesondere hinsichtlich Sicherheit, Kosten und Regulierung. Europäische Unternehmen könnten hierbei ihre Expertise in Bereichen wie der Modernisierung des Stromnetzes, Offshore-Windkraft, Wasserstoff und der nuklearen Sicherheitsregulierung einbringen.

Trotz des geplanten Ausbaus der Kapazitäten warnt die ECCP, dass allein dies keine niedrigeren Strompreise garantiert. Es seien weitere Diskussionen über die Modernisierung des Gesetzes zur Reform der Stromindustrie (Electric Power Industry Reform Act, EPIRA) sowie eine Überprüfung der Netzverlustgebühren notwendig, um einen wettbewerbsfähigeren und transparenteren Markt zu schaffen.

Neben der Energiepolitik begrüßt die ECCP auch Fortschritte bei der Verkehrsinfrastruktur, Reformen beim Wegerecht sowie die Digitalisierung staatlicher Dienste. Darüber hinaus unterstreicht die ECCP ihre Unterstützung für ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Philippinen, um den Handel und die Investitionen zwischen beiden Regionen weiter auszubauen.