Gesundheit: Landesweit

Erster Dengue-Todesfall in Bacolod gemeldet

In der philippinischen Stadt Bacolod hat das städtische Gesundheitsamt (City Health Office, CHO) den ersten Dengue-bedingten Todesfall des laufenden Jahres bestätigt. Betroffen ist ein achtjähriges Mädchen aus dem Barangay Villamonte. Laut Gesundheitsunterlagen traten bei dem Kind bereits am 29. Juni 2026 Fieber und Kopfschmerzen auf, woraufhin jedoch nicht unmittelbar medizinische Hilfe in Anspruch genommen wurde.

Doctor explaining diagnosis to young patient in hospital roomchartchaik1
Symbolbild: Envato

Erst drei Tage nach dem ersten Auftreten der Symptome suchte die Patientin einen privaten Arzt auf, der Paracetamol-Sirup verschrieb und Laboruntersuchungen anordnete. Da sich der Zustand des Mädchens trotz der Behandlung verschlechterte, wurde sie nach einem Besuch in einem örtlichen Gesundheitszentrum am 4. Juli stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Dort wurde ein hypotensiver Schock infolge einer Dengue-Infektion diagnostiziert. Das Kind verstarb am 5. Juli um 4:27 Uhr an einem hämorrhagischen Schock.

Trotz dieses Todesfalls verzeichnet Bacolod im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Rückgang der Infektionen. Zwischen dem 1. Januar und dem 25. Juli wurden insgesamt 281 Dengue-Fälle registriert. Dies entspricht einer Reduzierung um 52 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem im gleichen Zeitraum 592 Fälle und zwei Todesfälle gemeldet worden waren.

Die höchste Fallzahl verzeichneten die Barangays Mansilingan mit 34 Fällen und Handumanan mit 28 Fällen, gefolgt von Singcang-Airport mit 24 Fällen. In Villamonte und Estefania wurden jeweils 20 Fälle registriert. Weitere betroffene Gebiete sind Alijis (19), Banago (18) und Tangub (17).

Die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Grace Tan, mahnte die Bevölkerung zur Vorsicht und warnte davor, trotz der sinkenden Zahlen nachlässig zu werden. Sie betonte, dass neue Ausbrüche drohen könnten, wenn die Präventionsbemühungen nicht aufrechterhalten würden. Zur Bekämpfung der Mückenbrut rief sie zur Umsetzung der sogenannten „4Ts“-Regel auf: Behälter umdrehen (Taob), stehendes Wasser ausschütten (Taktak), die Umgebung trocken halten (Tuyo) und Wasserbehälter abdecken (Takip). Zudem wurde die tägliche Reinigungsaktion um 16:00 Uhr empfohlen.

Das CHO erinnerte zudem an die typischen Symptome wie plötzliches hohes Fieber über zwei bis sieben Tage, starke Kopf- oder Gliederschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, Schwäche sowie Hautausschläge. Bei schweren Warnzeichen wie Nasenbluten während des Fieberabfalls, anhaltenden Bauchschmerzen, erbrochenem kaffeesatzartigem Material, dunklem Stuhl oder Atembeschwerden solle sofort ein Arzt aufgesucht werden. Dengue wird durch die Aedes-aegypti-Mücke übertragen und zählt zu den führenden durch Mücken übertragenen Krankheiten des Landes.