Wetter: Palawan

Ende der Regenzeit auf den Philippinen: Übergang zum Nordostmonsun und El Niño-Warnung

Die Regenzeit 2026 auf den Philippinen neigt sich dem Ende zu, da der Südwestmonsun, lokal als Habagat bekannt, nachgelassen hat. Die staatliche Wetterbehörde PAGASA (Philippine Atmospheric, Geophysical, and Astronomical Services Administration) teilte am Montag, den 5. Oktober, mit, dass in den vergangenen Tagen eine allmähliche Veränderung der vorherrschenden Wetterlagen beobachtet wurde. Dies betrifft insbesondere die westlichen Teile von Luzon und die Visayas.

A view of Taal Volcano’s crater/lake about a week before it violently erupted.
Symbolbild: Envato

Die Abschwächung der Winde und die abnehmenden Niederschläge sind laut PAGASA auf das Nachlassen des Südwestmonsuns zurückzuführen. Parallel dazu verstärkt sich ein Hochdrucksystem über Ostasien, während die Innertropische Konvergenzzone (ITCZ) nach Süden wandert. Die ITCZ ist ein Gürtel nahe dem Äquator, in dem die Passatwinde der Nord- und Südhalbkugel aufeinandertreffen. Aktuell ist dies das einzige Wettersystem, das das Land beeinflusst und in den Regionen Visayas, Mindanao und Palawan für vereinzelte Regenschauer und Gewitter sorgt.

Mit dem Ende des Habagat beginnt nun der Übergang zur Phase des Nordostmonsuns, der auch als Amihan bezeichnet wird. Diese kühle und trockene Jahreszeit dauert üblicherweise von Oktober bis Februar oder März an und bringt kühlere Temperaturen mit sich. Die Wetterbehörde warnt jedoch vor einer wettertechnischen Besonderheit: Das derzeit im tropischen Pazifik aktive El Niño-Phänomen könnte im vierten Quartal 2026 massiv an Intensität gewinnen und bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 anhalten.

Dies könnte dazu führen, dass die Temperaturen in weiten Teilen des Landes überdurchschnittlich hoch ausfallen und die Niederschläge unter dem Normalwert liegen. In den kommenden Monaten ist daher mit Dürren und Trockenperioden zu rechnen. Trotz dieser Entwicklung bleibt das Risiko für tropische Wirbelstürme bestehen, die in den Verantwortungsbereich der Philippinen eintreten und das Land auch während eines El Niño-Ereignisses beeinflussen können. Die PAGASA prognostiziert für Oktober 2026 sowie für November und Dezember 2026 jeweils ein bis zwei Wirbelstürme. Für Januar 2027 wird mit null bis einem Sturm gerechnet, während für Februar und März 2027 nur eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht. Weitere Regenfälle könnten durch die ITCZ, Scherlinien, Tiefdruckgebiete, Ostwinde oder lokale Gewitter verursacht werden.