Sicherheit: Metro Manila

Ehefrau von Vicente Ladlad fordert gerichtliche Freilassung wegen Gesundheitszustand

Die Ehefrau des Friedenskonsultanten Vicente Ladlad hat beim Obersten Gerichtshof der Philippinen (Supreme Court, SC) einen Antrag gestellt, um seine sofortige Vorführung zu erwirken. In einer 26-seitigen Petition für ein Habeas-Corpus-Verfahren fordert Fides Lim, dass das Metro Manila District Jail den Ehemann innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt eines entsprechenden Beschlusses vorlegt.

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Bild: PIA - Photo 1 (2)

Zudem verlangt die Petition, dass der Gefängnisleiter Mar Jan Mabunga darlegen muss, warum Ladlad weiterhin festgehalten wird. Lim bezeichnet die Inhaftierung als unterdrückerisch und verfassungswidrig. Sie argumentiert, dass der Staat durch die Verzögerung des Verfahrens direkt zur Verschlechterung des Gesundheitszustands ihres Mannes beigetragen habe.

Seit seiner Festnahme im Jahr 2018 habe sich der Zustand des mittlerweile 77-jährigen Ladlad massiv verschlechtert. Bei seiner Verhaftung war er 69 Jahre alt und litt bereits unter chronisch obstruktiver Lungenerkrankung sowie einer hypertensiven Herz-Kreislauf-Erkrankung. Zusätzlich leidet er seit seiner Kindheit an chronischem Asthma. Laut der Petition haben auch Erkrankungen wie COVID, Lungenentzündung und Tuberkulose seine Kräfte geschwächt. Er leide nun unter schwerem Hörverlust auf beiden Ohren, habe eine stark gebeugte Körperhaltung und müsse nach wenigen Schritten innehalten, um Atem zu holen.

Die Petition kritisiert zudem die rechtliche Situation: Ladlad befinde sich im achten Jahr seines Prozesses. Lim weist darauf hin, dass ihr Mann bereits mehrfach vom Gericht freigesprochen wurde, die Staatsanwaltschaft jedoch immer wieder neue Anklagen erhob. Sie warnt davor, dass die anhaltende Inhaftierung aufgrund seines Alters und seiner Krankheit bald einem Todesurteil gleichkommen könnte.