Sicherheit: Metro Manila

Drogen-Schmuggel: DILG fordert Einstufung von Kartellen als Terrororganisationen

Ein gescheiterter Schmuggelversuch mit etwa 521 Kilogramm Methamphetamin (Shabu) DILG dazu veranlasst, den Kongress aufzufordern, ein neues Gesetz zu verabschieden, das Drogenhändler, die versuchen, illegale Betäubungsmittel in das Land zu schmuggeln, offiziell als Terrororganisationen einzustufen. Der Wert der Drogen wird auf rund 3,5 Milliarden Pesos geschätzt.

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Symbolbild: Envato

Die Drogen stammten mutmaßlich aus Malaysia, wurden über Laos transportiert und sollten im September in einem Hangar von Manila Aerospace Parts and Services (Maptra) in Pasay City angeliefert werden. Die PDEA hatte zuvor berichtet, dass die Behörden in Laos die Lieferung abfangen konnten. Vor der erfolgreichen Intervention in Laos hatte die PDEA bereits über ausländische Kontakte Informationen über zwei geplante illegale Drogensendungen in Richtung der Philippinen erhalten.

Innenminister Juanito „Jonvic“ Remulla begründete diesen Vorstoß in einer Pressekonferenz im Malacañang am Freitag mit bestehenden rechtlichen Lücken bei der Verfolgung internationaler Drogenkartelle. Laut Remulla ermöglicht die aktuelle Rechtslage lediglich die Erhebung von Anklagen wegen Verschwörung gegen die Beteiligten des gescheiterten Deals. Eine Einstufung als Terrororganisation würde hingegen die internationale Zusammenarbeit mit weltweiten Strafverfolgungsbehörden erheblich erleichtern. Remulla betonte zudem, dass man nicht die Beteiligung bestimmter Ethnien, Städte oder Bevölkerungsgruppen unterstellen wolle, sondern gezielt die Verdächtigen benenne.

Im Zentrum der Ermittlungen steht Edrieza H. Nasser Rimbang, bekannt als „Sultan“, ein BARMM. Remulla bezeichnete Rimbang als mutmaßlichen Finanzier der gesamten Operation. Rimbang war politisch der Partei des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte nahestehend, habe jedoch laut Minister keine direkte Verbindung zu ihm. In die Ermittlungen ist auch die Familie Rimbang verwickelt, da Rimbangs Ehefrau Rohniah E. Rimbang die Schwester von Anidah Somirado Embolo ist. Letztere ist die Ehefrau von Fahad Mulok Diabarosam, der von den laotischen Behörden im Zusammenhang mit der Sendung festgenommen wurde. Zu den weiteren unter Beobachtung stehenden Personen zählen unter anderem der ehemalige Pilot Rioklyn „Boyet“ Toledo sowie verschiedene Logistik- und Verteilermitarbeiter wie Abdullah Rimbang Macarimbang, Aldren Nadal Samante und Christian Fabrigas, der Operationsmanager von ALS. Auch Rodolfo „Rudy“ Mendoza Isidro aus der Küstenwache sowie Abdulahkarim K. Macalatas, dessen Name in den Frachtpapieren auftauchte, sowie Hilario de Vera werden als Personen von Interesse geführt.

Zusätzlich zu Rimbang wird auch Aileen Mendoza, eine Polizeioffizierin der Aviation Security Group (Police Executive Master Sergeant), als Verdächtige geführt, die den Ankunftsflug des Flugzeugs organisiert haben soll. Polizeichef General Jose Melenecio Nartatez bestätigte, dass Mendoza von ihrem Posten entbunden wurde und sich in Untersuchungshaft bzw. in der Obhut der Aviation Security Group befindet. Das Ministerium schließt nicht aus, dass weitere Politiker aus Mindanao in den illegalen Drogenhandel verwickelt sein könnten.