DMW warnt vor illegaler Rekrutierung und Menschenhandel
EditDas philippinische Ministerium für Migrantenarbeiter (Department of Migrant Workers, DMW) hat angehende Arbeitsmigranten dazu aufgerufen, Jobangebote im Ausland über offizielle Regierungswege zu überprüfen. Die Behörde warnt davor, Versprechen auf eine schnelle Beschäftigung zu glauben, da es bei legaler Auslandsarbeit keine Abkürzungen gebe. Dies sei der wichtigste Schutz gegen illegale Rekrutierung und Menschenhandel.
Diese Mahnung erfolgt im Rahmen der laufenden Informationskampagne des Ministeriums anlässlich des nationalen Monats zur Sensibilisierung für den Kampf gegen Menschenhandel. Ziel ist es, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und eine sichere sowie legale Arbeitsmigration durch fundierte Entscheidungen zu fördern.
Christian Ray O. Sison, Direktor des DMW in der Region Ilocos, äußerte sich dazu während einer Sendung von Kapihan sa Ilocos der Philippine Information Agency (PIA) am 21. Juli. Er riet Personen, die eine Beschäftigung im Ausland planen, zur Vorsicht gegenüber Online-Angeboten, die zu attraktiv erscheinen, um wahr zu sein. Man solle nicht auf Facebook-Seiten oder Jobangebote hereinfallen, die nicht vom DMW stammen, und betonte, dass eine kurze Überprüfung offizieller Unterlagen verhindern könne, dass Betroffene Geld, Arbeitsmöglichkeiten oder ihre Freiheit an illegale Rekrutierungssyndikate verlieren.
Die Juristin Angelique P. Ugay, Attorney III beim DMW in der Region Ilocos, nannte zudem konkrete Warnsignale. Dazu gehören Rekrutierer, die sofortige Vermittlungsgebühren verlangen, ungewöhnlich hohe Gehälter versprechen, Transaktionen außerhalb lizenzierter Büros abwickeln oder Arbeitsverträge vorlegen, die nicht vom DMW beglaubigt wurden.
Um Betrugsmaschen frühzeitig zu erkennen, bringt das Ministerium seine Kampagne gegen illegale Rekrutierung und Menschenhandel gezielt zu lokalen Verwaltungseinheiten und Bildungseinrichtungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Absolventen, die eine Beschäftigung im Ausland in Erwägung ziehen.
Sison unterstrich, dass die Bekämpfung illegaler Rekrutierung und Menschenhandel einen behördenübergreifenden Ansatz erfordert. Das DMW arbeite hierbei mit Strafverfolgungsbehörden, lokalen Verwaltungen und Medienpartnern zusammen. Neben der Aufklärung sollen Opfer zudem rechtliche, psychosoziale und Unterstützung bei der Wiedereingliederung erhalten. Die Öffentlichkeit wird ermutigt, die Dienste des DMW über dessen Regionalbüros, Satellitenbüros oder die offizielle Facebook-Seite in Anspruch zu nehmen.





