Sicherheit

DMW warnt vor illegalen Rekrutierungssystemen in Drittstaaten

Das philippinische Ministerium für Migrantenarbeiter (Department of Migrant Workers, DMW) hat eine Warnung vor illegalen Rekrutierungssystemen in Drittstaaten herausgegeben. Das Ministerium mahnt philippinische Arbeitsmigranten (Overseas Filipino Workers, OFWs), die bereits im Ausland beschäftigt sind, zur Wachsamkeit gegenüber nicht autorisierten Jobangeboten. Diese Versprechen führen häufig zu Ausbeutung und Menschenhandel.

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Bild: PIA - Lester_CMS (18)

Bei diesen sogenannten Drittstaaten-Rekrutierungen werden Arbeitskräfte, die legal in einem Land wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Vietnam oder Singapur arbeiten, mit dem Versprechen auf höhere Löhne oder bessere Arbeitsbedingungen in ein anderes Land gelockt, etwa nach Kambodscha, Russland oder Myanmar. Diese Praktiken umgehen die offiziellen Genehmigungen des DMW. Oft werden die Betroffenen dazu gedrängt, mit Touristenvisa einzureisen, um dann in illegalen Scam-Zentren oder in der Zwangsarbeit zu landen.

DMW-Unterstaatssekretärin Darlene Pajarito erklärte in einer Pressekonferenz am Montag, dass Fälle dokumentiert wurden, in denen Arbeiter entweder nach Vertragsende oder während ihrer aktiven Beschäftigung im Ausland ins Visier gerieten. Betroffene werden in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Vietnam, Thailand, Hongkong, Singapur oder Saudi-Arabien angesprochen. Nach dem Wechsel in ein neues Land landen sie oft als Opfer des Menschenhandels in Ländern wie Kambodscha, Russland, Malaysia, dem Irak oder Libyen.

Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund erfolgreicher Einsätze der Anti-Menschenhandels-Taskforce am Ninoy Aquino International Airport (NAIA). Diese Taskforce setzt sich aus dem DMW, dem Justizministerium und dem Einwanderungsbüro zusammen. In den ersten sieben Monaten des Jahres konnten so 155 potenzielle Opfer an großen Luftverkehrsknotenpunkten abgefangen werden. Laut Pajarito versuchen etwa 76 Prozent der potenziellen Opfer, über große internationale Flughäfen wie den NAIA auszureisen, während fast 26 Prozent versuchen, über irreguläre Routen im Süden des Landes zu fliehen, darunter Zamboanga, Tawi-Tawi, Jolo sowie Punkte in Palawan wie Brooke’s Point und Balabac.

Mindoro State U expands backyard farming program to help families improve food security
Bild: PIA - Mindoro State U expands backyard farming program to help families improve food security

Auf Anweisung von Präsident Ferdinand R. Marcos Jr. haben die Regierungsbehörden die diplomatischen und operativen Kanäle erweitert, um betroffene Arbeiter zu retten und nach Hause zu bringen. Nach einem jüngsten Besuch des Präsidenten in Moskau wurden mehrere Überlebende des Menschenhandels von russischen Behörden freigelassen und nach Manila zurückgebracht. Das DMW leistet diesen Rückkehrern nun rechtliche Unterstützung, um strafrechtliche Schritte gegen ihre Rekrutierer einzuleiten.

Um eine umfassende Unterstützung zu gewährleisten, führen das DMW und die Overseas Workers Welfare Administration (OWWA) gemeinsam mit dem Außenministerium, dem Gesundheitsministerium und dem Ministerium für soziale Wohlfahrt und Entwicklung kontinuierliche Rückführungsprogramme durch. Die OWWA-Administratorin Patricia Yvonne „PY“ Caunan betonte, dass die Unterstützung der Landsleuten nicht aufhöre. Die Behörden seien bereit, die Arbeiter von der Landung in Manila bis zur Rückkehr in ihre Heimatprovinzen durch Rückführung, Sozialfürsorge, finanzielle Hilfe und Wiedereingliederung zu begleiten.

Seit März hat diese regierungsweite Initiative die sichere Rückkehr von über 11.000 philippinischen Arbeitsmigranten und deren Angehörigen über insgesamt 165 Flüge ermöglicht. Dabei wurden Transport, medizinische Versorgung, finanzielle Unterstützung und langfristige Hilfe zur Wiedereingliederung in die jeweiligen Gemeinden bereitgestellt.

Quellen