Politik

DILG-Unterstaatssekretär fordert Beteiligung der Bevölkerung für Autonomie in der Cordillera

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 39. DILG, Marlo Iringan, die Bewohner der Cordillera-Region dazu aufgerufen, sich aktiv für die regionale Autonomie einzusetzen. Während der Festlichkeiten am 15. Juli 2026 im Benguet Sports Complex betonte Iringan, dass ein Gesetz allein keine echte Autonomie schaffen könne. Zwar könnten Gesetze Institutionen gründen und Ressourcen zuteilen, doch werde Autonomie erst dann real, wenn die Menschen sie verstehen, aktiv teilnehmen und die Verantwortung dafür übernehmen.

Usec Iringan
Bild: PIA - Usec Iringan

Der DILG-Vertreter unterstrich, dass die Debatte über die Autonomie über Konferenzsäle und Parlamente hinausgehen müsse. Die Diskussionen müssten bis in die Barangays, die angestammten Gebiete, die Schulen und die Marktplätze getragen werden. Dabei müssten alle gesellschaftlichen Gruppen einbezogen werden, darunter Älteste, Jugendliche, Landwirte, Unternehmer und jeder andere Bürger, der ein Interesse an der Zukunft der Region hat.

Für die Cordillera bedeute Autonomie die Anerkennung, dass Regierungsführung effektiver ist, wenn sie das Land, die Kultur und die tatsächlichen Lebensbedingungen der Menschen versteht. Iringan verwies darauf, dass die indigenen Governance-Systeme der Region bereits lange vor modernen Regierungsstrukturen existierten. Jede ernsthafte Diskussion über Autonomie müsse daher den Respekt vor dieser Geschichte, der Vielfalt der Region und dem Recht der Menschen wahren, ihre eigenen Institutionen zu gestalten.

Iringan erläuterte zudem, dass es nicht nur um die Bereitschaft zur Autonomie gehe, sondern vor allem darum, welche Art von Autonomie aufgebaut werden soll. Diese müsse das Leben der Menschen konkret verbessern: Landwirten einen besseren Marktzugang ermöglichen, Kunsthandwerkern höhere Einkommen sichern, jungen Menschen Karrieremöglichkeiten vor Ort bieten und sicherstellen, dass die Entwicklung indigener Gemeinschaften gemeinsam mit ihnen und nicht über ihren Kopf hinweg geplant wird.

DILG USec. Marlo Iringan, in his keynote message during the 39th Cordillera Day Celebration at the Benguet Sports Complex on July 15, 2026, called for a multi- sectoral stakeholders involvement and participation in bringing a genuine autonomy that will truly benefit all local communities in the region.
Bild: PIA - DILG USec. Marlo Iringan, in his keynote message during the 39th Cordillera Day Celebration at the Benguet Sports Complex on July 15, 2026, called for a multi- sectoral stakeholders involvement and participation in bringing a genuine autonomy that will truly benefit all local communities in the region.

In Bezug auf die Rolle des DILG erklärte der Staatssekretär, dass es nicht die Aufgabe des Ministeriums sei, die Form der Autonomie vorzugeben, da diese Entscheidung allein beim Volk der Cordillera liege. Die Aufgabe des DILG beste darin, die Voraussetzungen für einen Erfolg zu schaffen, LGUs befähigt werden, funktionierende Institutionen bereitstellen und die Gemeinschaften bei der Gestaltung ihrer eigenen Entwicklung unterstützen.

Die Feierlichkeiten zum 39. Cordillera-Monat standen unter dem Motto „SMARTCORDILLERA: Enabling Local Enterprises Through Digital Transformation and Accelerated Regional Autonomy“. Die RDC gemeinsam mit Vertretern der Privatwirtschaft und verschiedenen Behörden geleitet. An der Parade und dem Programm nahmen Delegationen aus den Provinzen Abra, Apayao, Benguet, Ifugao, Mountain Province und Kalinga sowie aus der Stadt Baguio teil.

Im Rahmen der Feierlichkeiten unterzeichneten die Teilnehmer zudem ein Manifest zur Unterstützung des Gesetzentwurfs House Bill 6981. Dieser Entwurf soll die Autonome Region Cordillera schaffen. Das Gesetz wurde im 20. Kongress von Baguio-Bürgermeister Mauricio Domogan eingebracht und von allen Abgeordneten der Cordillera-Region, einschließlich der Parteilisten Solid North und KM Muna, unterstützt.

Quellen