Gesundheit: Iloilo

Dengue-Alarm in Iloilo: Gesundheitsbehörde warnt vor steigenden Infektionszahlen

In der philippinischen Provinz Iloilo wurde die Alarmstufe für Dengue-Fieber ausgerufen. Das IPHO hat die Bewohner und lokalen Gemeinschaften dazu aufgerufen, die Präventionsmaßnahmen gegen die Krankheit zu verstärken, nachdem die Provinz die Alarmschwelle erreicht hat. Allein in einer Woche wurden 196 neue Fälle gemeldet.

Moskito symbolbild
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Dr. Maria Socorro Colmenares-Quiñon, Leiterin des IPHO, erklärte am Mittwoch, den 5. August, dass die Provinz im Zeitraum vom 4. Januar bis zum 1. August insgesamt 1.595 Dengue-Fälle verzeichnete. Die jüngsten 196 Neuinfektionen entfielen auf die 30. Morbiditätswoche, welche den Zeitraum vom 26. Juli bis zum 1. August abdeckte. Die Alarmschwelle war laut Dr. Quiñon bereits in der vorangegangenen Woche 29 überschritten worden, in der 220 neue Fälle registriert wurden.

Obwohl die kumulative Zahl der Infektionen um 57 Prozent niedriger liegt als die 3.677 Fälle, die im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 gemeldet wurden, mahnte die Behördenleiterin zu erhöhter Wachsamkeit. Ein weiteres Ansteigen der Zahlen könnte dazu führen, dass die Epidemie-Schwelle überschritten wird, was die Gesundheitsbehörde verhindern möchte. In diesem Jahr wurden in der Provinz bisher sechs Todesfälle im Zusammenhang mit Dengue gemeldet, verglichen mit 15 Todesfällen im Vorjahreszeitraum.

Die Verteilung der Fälle zeigt regionale Schwerpunkte innerhalb der 42 Gemeinden und der einen Stadtkomponente der Provinz. Calinog verzeichnete mit insgesamt 145 Fällen die höchste Zahl und weist mit 22,59 Fällen pro 10.000 Einwohner auch die höchste Infektionsrate auf. Cabatuan folgt mit 130 kumulierten Fällen und einer Rate von 21,12 pro 10.000 Einwohner. In Estancia wurde mit 22 neuen Fällen der stärkste wöchentliche Anstieg beobachtet, was die Gesamtzahl auf 100 Fälle brachte. Die Stadt Passi meldete 82 Fälle, wovon 11 auf die jüngste Woche entfielen. In Ajuy wurden 79 Fälle registriert, darunter 17 Neuinfektionen und ein Todesfall. Weitere betroffene Gebiete sind Dumangas mit 72 Fällen sowie San Enrique, das mit 40 Fällen auf Platz 14 der kumulierten Fälle liegt, aber in der letzten Woche neun Neuinfektionen verzeichnete.

Als Ursache für die Zunahme nannte das IPHO zahlreiche Mückenbrutstätten, die häufig durch unsachgemäß entsorgten Festmüll oder in Behältern gesammeltes Wasser entstehen. Dr. Quiñon betonte, dass die Sauberkeit in den Häusern und Gärten bei den einzelnen Haushalten beginnen müsse. Bewohner sollten stehendes Wasser leeren und Behälter, in denen sich Regenwasser sammeln kann, ordnungsgemäß entsorgen.

Die Gesundheitsbehörde forderte die lokalen Gemeinden auf, die Kampagne „Aksyon Barangay Kontra Dengue“ zu intensivieren. Zudem wurde die Bevölkerung angewiesen, die „4S-Strategie“ des Gesundheitsministeriums (DOH) konsequent umzusetzen. Diese umfasst das Suchen und Zerstören von Brutstätten, den Selbstschutz durch entsprechende Kleidung oder Insektenschutzmittel, die frühzeitige ärztliche Konsultation bei Fieber sowie die Unterstützung von gezielten Vernebelungsmaßnahmen in Hotspot-Gebieten, falls ein Ausbruch unmittelbar bevorsteht.